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Greifswald Abstimmung über Arndt am Mittwoch
Vorpommern Greifswald Abstimmung über Arndt am Mittwoch
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00:00 13.10.2017
Greifswald

Sechs Senatoren der Universität haben fristgerecht eine erneute Abstimmung über die Streichung von Ernst Moritz Arndt aus dem Universitätsnamen beantragt. Der Engere Senat wird am 18. Oktober in hochschulöffentlicher Sitzung entscheiden, ob er die Abstimmung auf die Tagesordnung der Sitzung des Erweiterten Senats setzt oder nicht. Dem Engeren Senat gehören 22 Personen an, darunter 12 Professoren. Wenn es hier eine Mehrheit gibt, wird auf der nächsten Sitzung im Erweiterten Senat, voraussichtlich im November, abgestimmt. Dieser entscheidet dann, ob das Patronat Arndts beendet wird oder nicht. Im Erweiterten Senat sitzen je 12 Mitarbeiter, Studierende und Professoren.

Die im Januar 2 017 mit der nötigen Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossene Trennung von dem wegen antisemitischer und rassistischer Äußerungen umstrittenen Arndt war an Formfehlern gescheitert.

Antragsteller waren die zwölf studentischen Senatoren. Die Fehler sind inzwischen behoben. Die erneute Abstimmung beantragen fünf Studierende und der Politikwissenschaftsprofessor Hubertus Buchstein.

In der Begründung heißt es, dass zentrale Elemente der politischen Gedankenwelt Arndts konträr zum Leitbild der Hochschule stünden. Dabei berufen sie sich auf Erkenntnisse von Fachwissenschaftlern.

In der gerade erschienenen Schrift „Für die Universität Greifswald. Die Zeitung mit Fakten zum Namensstreit an der Universität Greifswald“ stehen die Ausführungen von insgesamt 13 Wissenschaftlern und einem Pfarrer. Darunter sind drei Historiker und zwei Germanisten. Herausgeber ist der emiritierte Nordistikprofessor Walter Baumgartner.

Auch die Arndtbefürworter machen mobil. Die Bürgerinitiative „Ernst Moritz Arndt bleibt“ hatte schon Anfang 2017 bei mehreren Veranstaltungen viele Greifswalder mobilisiert. Sie lädt nun am 18.

Oktober zur Demo von 13 bis 14.30 Uhr auf den Rubenowplatz ein. „Unser Motto ist ,Arme Universität – die dunklen Seiten der Ernst-Moritz-Arndt-Universität’“, so Sprecherin Grit Wuschek. Mit einer großen Fotopräsentation wolle die BI zeigen, „wieviel Geld dringend an anderen Stellen der Universität benötigt wird“.

Für den Fall, dass sich der Engere Senat für eine Trennung von Arndt entscheidet, will die BI vor einer Abstimmung im Erweiterten Senat im November zu einer „zweiten, größeren Veranstaltung an einem Wochenende davor aufrufen“.

eob

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