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Greifswald Adventgemeinde zieht in neues Heim
Vorpommern Greifswald Adventgemeinde zieht in neues Heim
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17:26 10.08.2018
Die Gemeindeleiter Stefan Kaufmann und Ulrich Faust (v.li.) im neuen Gebäude der Adventgemeinde in Greifswald. Quelle: Anne Ziebarth
Greifswald

Die Erinnerungen an die schreckliche Nacht des 29. Juli 2014 verblassen langsam. Damals hatten Brandstifter einen Papiercontainer vor dem Haus der Adventisten-Gemeinde in der Anklamer Straße in Flammen gesetzt. Das Feuer griff auf das Haus über, es brannte völlig aus. Jetzt, fast genau vier Jahre nach dem Unglück, haben die Gemeindemitglieder wieder allen Grund zur Freude: Ihr neues Gebäude ist fertiggestellt, die Gemeinderäume in dem schmucken Klinkerbau können ab jetzt genutzt werden. „Die Bauzeit betrug immerhin zwei Jahre, aber jetzt ist es geschafft“, sagt Gemeindeleiter Ulrich Faust. Das Gebäude ist außen in klassischem dunkelroten Klinker gehalten, innen dominieren moderne Formen. Der offene Grundriss ermöglicht es, unterschiedlich große Veranstaltungsbereiche abzutrennen. „Somit können wir bei größeren Veranstaltungen bis zu 90 Gäste unterbringen“, erzählt Ulrich Faust. Eine Terrasse führt in den Garten, im Gebäude ist noch eine separate Einliegerwohnung eingerichtet, die vermietet wird.

Im Obergeschoss des rund 500 000 Euro teuren Baus sind verschiedene Räume eingerichtet, in denen sich die Gruppen der Gemeinde treffen können, zum Beispiel Pfadfinder oder Studenten. „Das Gebäude soll ein Haus für die Menschen sein“, sagt Gemeindeleiter Stefan Kaufmann. „Wir hoffen sehr, dass es sich bald mit Leben füllt und richtig viel genutzt wird.“ Mit ihrem aktuellen Angebot „Lebensschule“ scheint die Gemeinde damit auf einem guten Weg zu sein. „Wir veranstalten unter dem Begriff Lebensschule kostenfreie Kurse zu verschiedenen Themen wie, ’glückliches Leben’ oder ,Vergebung’“, erzählt Faust. „Alles ohne theologischen Bezug, da muss keiner Bedenken haben.“ Einmal im Monat treffen sich die Kursteilnehmer des aktuellen Lebensschule-Kurses „Gewaltfreie Kommunikation“, der nächste Termin ist am 19. September um 19.30 Uhr. „Ab jetzt können die Kurse wieder im eigenen Haus stattfinden“, freut sich Kaufmann. „Nicht, dass wir nicht gerne bei der Brüdergemeinde in der Marienstraße untergekommen sind. Wir sind sehr dankbar. Aber es wird auch schön, unser eigenes Haus zu nutzen.“

Welle der Hilfsbereitschaft nach dem Brand

Nach dem Brand 2014 erlebte die kleine Gemeinde eine Welle der Hilfsbereitschaft. „Die anderen Gemeinden Greifswalds haben uns alle sofort ihre Hilfe angeboten“, erinnert sich Kaufmann. „Dazu kam auch viel Unterstützung von Menschen, die eigentlich mit dem christlichen Glauben gar nichts zu tun haben. Das war schon eine tolle Erfahrung.“ Wann es eine Einweihungsparty für das neue Gemeindehaus geben wird, ist noch nicht ganz klar. „Wir mussten unsere Eröffnungsfeier zwei Mal absagen, weil es dann doch noch Probleme auf der Baustelle gab“, so Ulrich Faust. „Jetzt wollen wir erstmal anfangen. Aber eine Feier wird es geben, das steht fest.“

Ein wenig Verhandlungsgeschick braucht es noch für die Zuwegung zum Gemeindezentrum. „Während der Bauarbeiten wurde der Schutzstatus der Kastanie vor unserer Tür verändert“, sagt Ulrich Faust. „Es handelt sich jetzt um ein Denkmal. Das bedeutet, dass der Weg nicht wir geplant an der Kastanie vorbeiführen kann.“ Nun hofft man auf ein dauerhaftes Wegerecht über das Nachbargrundstück, auf dem sich ein Supermarkt und Wohnungen befinden. Bisher ist das Grundstück der Gemeinde nicht abgezäunt. „Eigentlich wollen wir das auch nicht“, sagt Kaufmann und deutet auf ein Stückchen verkohlte Fläche auf dem Rasen hinter dem Haus. „Aber wenn ich das hier sehe, kommen wir wohl nicht drumherum.“ Vor ihm liegen die verbrannten Reste eines Einweggrills, den Unbekannte hier vermutlich nach einer kleinen Grillparty zurückgelassen haben.

Ziebarth Anne Friederike

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