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„AfD einladen und Nationalismus und Chauvinismus offenlegen“

Greifswald „AfD einladen und Nationalismus und Chauvinismus offenlegen“

Die OSTSEE-ZEITUNG sprach mit Eric Wallis, Leiter des Regionalzentrums für demokratische Kultur, über den Umgang mit NPD und AfD.

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Eric Wallis ist Leiter des Regionalzentrums für demokratische Kultur in Vorpommern-Greifswald.

Quelle: Kai Lachmann

Greifswald. Eric Wallis, Leiter des Regionalzentrums für demokratische Kultur in Vorpommern-Greifswald, fordert eine aktive Auseinandersetzung mit der AfD. „Nur im öffentlichen Diskurs mit der AfD wird es möglich sein, ihr Wählerstimmen abzujagen“, sagt Wallis im Interview mit der OSTSEE-ZEITUNG.

„Im Parteiprogramm steckt eine Menge Nationalismus, der das Eigene auf- und das Fremde abwertet. Die AfD meint auch, Kriminalität habe etwas mit Nationalität zu tun. Solche Vorurteile sollten längst überwunden sein.“

Trotzdem sieht er einen großen Unterschied zwischen AfD und NPD. Greifswalder Studentenvertreter wollten beide Parteien zu einer Podiumsdiskussion eingeladen und damit eine heftige Debatte im Studierendenparlament ausgelöst (die OZ berichtete). 

„Die AfD vertritt zwar wie die NPD auch rechtsextremistische Einstellungen, aber sie ist keine Partei, die unsere freiheitlich demokratische Grundordnung abschaffen will. Insofern muss man sich mit ihren Positionen auseinandersetzen.“

Bei der NPD sehe das anders aus: „Die NPD will solange im bestehenden System wirksam sein, bis sie an der Macht ist, und es dann abschaffen. Und dann kann man sich ausmalen, was wohl passieren wird. Deshalb darf die NPD nicht handlungsfähig gemacht werden. Dafür wurde der sogenannte Schweriner Weg erdacht. Er besagt, dass alle Anträge dieser Partei in Landes- und in Regionalparlamenten abzulehnen sind. Sollte die NPD einen inhaltlich sinnvollen Antrag einbringen, soll dieser trotzdem abgelehnt werden und später von einer anderen Partei noch einmal eingebracht werden. Die NSDAP ist 1933 an die Macht gekommen, weil andere Parteien gedacht haben, sie könnten sich mit ihr einlassen.“

Das komplette Interview lesen Sie in der Freitagsausgabe der Ostsee-Zeitung.

Lachmann, Kai

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