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Affen-Diebe am Dienstag vor Gericht

Spektakulärer Diebstahl im Greifswalder Tierpark: Affen-Diebe am Dienstag vor Gericht

Im März 2017 wurde aus dem Tierpark der Hansestadt ein Lisztaffe gestohlen. Eine Woche später fand man das Tier in einem Hausflur im Stadtteil Schönwalde I. Wenige Wochen später starb der Affe. Der mutmaßliche Täter wollte damit Schulden begleichen.

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Aus dem Greifswalder Tierpark wurde ein Lisztäffchen gestohlen.

Quelle: Frank Tetzlaff

Greifswald. Der Diebstahl des kleinen Lisztäffchens aus dem Greifswalder Tierpark im März vergangenen Jahres  bewegte in der Hansestadt und auch außerhalb die Gemüter. Denn das Tier wurde zwar eine Woche später gefunden, starb aber wenige Wochen später an seinen Verletzungen, die ihm beim Einfangen und dem Transport an den Beinen sowie durch falsche beziehungsweise schlechte Ernährung am Kiefer zugefügt worden waren. Zudem war das Tier schwer vom Stress gezeichnet.

 

Mit dem Affen sollten Schulden abgetragen werden

Am Dienstag stehen die drei Tatverdächtigen aus Greifswald, zwei Männer und eine Frau, vor dem Richter. Die 27-jährige Frau, Freundin eines mehrfach vorbestraften mutmaßlichen Täters, allerdings behauptet, nichts mit dem Diebstahl des Affen zu tun zu haben. Ein vorbestrafter 26-Jähriger aus Schönwalde I hat bereits im vergangenen Jahr zugegeben, den Affen aus dem Tierpark gestohlen zu haben, um damit einen Teil seiner Schulden abzutragen. 500 Euro Fangprämie sollte er von seinem Auftraggeber für ein Tier erhalten. Er hat schon damals einen 30-jährigen Mittäter schwer belastet. Dieser schweigt allerdings. Die mutmaßlichen Täter haben das völlig verängstigte und gestresste Tier im Sack in eine Wohnung in Schönwalde I gebracht, wo ein Käfig bereitstand. Da die Polizei den Tätern schnell auf die Schliche kam, zog man es vor, den Affen aus der Wohnung zu bringen und in einem Hausflur abzustellen.

Tierparkmitarbeiter sind wütend

Der Cheftierpfleger des Tierparks, Frank Tetzlaff, ist zur Verhandlung als Zeuge geladen und noch immer wütend. „Nur weil ein Krimineller glaubt, mit so einem Tier seine Schulden begleichen zu können und keine Ahnung von der Tierhaltung hat, musste der Affe sterben“, sagt er. Er hofft zusammen mit allen Tierparkmitarbeitern auf eine gerechte Strafe für die Täter. Lisztaffen benötigen spezielles Futter, um zu überleben.

Mutmaßlicher Täter meldete sich krank

Ob die Verhandlung am Dienstag tatsächlich stattfindet, sieht Cheftierpfleger Tetzlaff noch nicht. „Beim ersten Termin sind die beiden mutmaßlichen Täter nicht erschienen. Nur die Frau war anwesend“, schildert er. Einer der Angeklagten hat nachträglich einen Krankenschein vorgelegt, der andere wurde festgenommen und sitzt seitdem in U-Haft. Für Cheftierpfleger Frank Tetzlaff ist es vorstellbar, dass der eine mutmaßliche Affen-Dieb heute noch einmal die Krankheitsnummer fährt.

Cornelia Meerkatz

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