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Greifswald Agrarhändler hält an Hafen Ladebow fest
Vorpommern Greifswald Agrarhändler hält an Hafen Ladebow fest
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00:00 04.12.2017
Greifswald

Im Hafen Ladebow wird gebaut. Der Agrarhändler Beiselen GmbH lässt eine Düngermisch- und Absackanlage für über 200000 Euro errichten. „Sie wird in der nächsten Frühjahrssaison zur Verfügung stellen“, sagt Benjamin Maack. Er ist der Vertriebsgebietsleiter von Beiselen in Tutow und einer der Geschäftsführer der Hafen- und Lagergesellschaft Greifswald (HLG).

„Wir können dann zwischen 75 und 100 Tonnen in der Stunde mischen“, erläutert Maack. Damit sollen in Ladebow die Düngermischungen hergestellt werden, die die Bauern für ihre Felder benötigen. Die Wirtschaftlichkeit wird dadurch verbessert.

„Wir halten an Ladebow fest“, begründet Maack die Investition. Diese sollte eigentlich früher erfolgen, aber wegen der Versandung stoppte die Firma das Vorhaben im September. Aufträge in Höhe von einer halben Million Euro wurden storniert. Denn seit dem 30. August dürfen nur noch Schiffe mit einem Tiefgang von 4,20 Meter den Greifswalder Wirtschaftshafen ansteuern. Solche Schiffe gibt es nur noch wenige, und der Transport mit ihnen ist wenig wirtschaftlich. Vorher waren es noch fünf Meter, als die HLG den Hafen Ladebow 2012 für 25 Jahre pachtete 5,70 Meter Tiefgang, und 2003 sogar 6,20 Meter.

„Wir vertrauen auf die Zusagen und Bemühungen der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Stralsund“, begründet Benjamin Maack die Wiederaufnahme von Investitionen. Weitere seien geplant, wenn wie angekündigt gebaggert wird. „Wir hoffen, dass der Bau der Anlage als Signal unserer Bereitschaft, den Hafen weiterzuentwickeln, verstanden wird“, ergänzt Michael Ott. Er ist der Geschäftsführer der Rostocker Zementumschlagsgesellschaft und mit Maack Chef der HLG.

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt will die Fahrrinne im Frühjahr, spätestens im Sommer, nächsten Jahres wieder für Schiffe mit einem Tiefgang von fünf Metern ausbaggern. Greifswald hat gleiches für seinen Zuständigkeitsbereich, das Hafenbecken, vor (die OZ berichtete). Das Baggergut soll auf einem zeitweiligen Spülfeld auf dem Beiselen-Gelände gelagert und später verwertet werden. Das reduziert die Kosten.

An der nötigen Verbringung des Baggerguts nach Drigge auf Rügen scheiterte die 2016 noch sicher geglaubte Baggerung der Fahrrinne auf die ursprüngliche Tiefe. Denn der Transport nach Drigge ist teuer. Die Baggerung sei nur bis fünf Meter Tiefgang wirtschaftlich, so die Begründung des WSA im Juli dieses Jahres. Ein Tiefschlag für ansässige Unternehmen, dem keine zwei Monate später der nächste folgte.

Stadt und HLG halten an einer Herstellung der ursprünglichen Fahrrinnentiefe fest. Der Plan: Das frühere Spülfeld des im Hafen ansässigen Baustoffhändlers Mibau wird reaktiviert. Es war 2010 geschlossen worden. Laut Bausenatorin Jeannette von Busse (CDU) hat das Staatliche Amt für Umwelt und Landwirtschaft als Genehmigungsbehörde bestätigt, dass das grundsätzlich möglich sei.

Beiselen hat in Ladebow bereits eine Düngerhalle bauen lassen. 2015 investierte die Gesellschaft dafür 1,8 Millionen Euro. Ohne Verwendung von Fördermitteln, also Steuergeldern, wie seinerzeit betont wurde. Das 14,5 Meter hohe Bauwerk bestimmt seitdem die Silhouette des Hafens mit. Etwa 15000 Tonnen können dort gelagert werden. Anfang 2015 wurde auch der Bau einer Getreidehalle angekündigt. Wegen der Versandung der Fahrrinne wird allerdings derzeit kein Korn umgeschlagen.

Eckhard Oberdörfer

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