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Aktuelle Stunde zum Theater

Greifswald Aktuelle Stunde zum Theater

Land sieht keine Notwendigkeit zu kommen

Greifswald. Auf Antrag der Fraktion Grüne/Forum 17.4 soll auf der nächsten Bürgerschaftssitzung am 22. Februar eine aktuelle Stunde zur Zukunft des Theaters Vorpommern stattfinden. Vizefraktionschefin Ulrike Berger schlägt vor, dazu Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Bildungsministerin Birgit Hesse (beide SPD) und Intendant Dirk Löschner sowie Vertreter der anderen Träger, also Stralsunds und Vorpommern-Greifswalds einzuladen. „Wir wollen mehr Klarheit über das Kooperationsmodell erlangen, erklärt Vize-Fraktionschefin Ulrike Berger. „Es darf nicht die billigere Alternative zur Theaterfusion werden.“ Belastbare Aussagen zur zukünftigen Finanzierung von Seiten der Landesregierung fehlten, sagt sie.

Das Städtetheatermodell sieht Erhaltung der bisherigen Strukturen unter Einhaltung eines weiteren Haustarifvertrags jedoch ohne Kündigungen und Spartenschließungen vor. Der frühere Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) hatte ein Staatstheater Nordost, eine Fusion von Theater Vorpommern und Theater und Orchestergesellschaft ins Spiel gebracht. Diese Idee gilt als gescheitert.

„Wir begrüßen, dass sich die Stadtvertreter Zeit nehmen und sich über die Weiterentwicklung ihres Theaters austauschen“, sagt Hesses Sprecher Henning Lipski. Eine Einladung liege noch nicht vor. Die Ministerin werde nach ihrem aktuellen Winterferien-Urlaub entscheiden, ob sie nach Greifswald kommt. Nötig sei das indes aus Lipskis Sicht nicht. „Das Land hat sich dem von den Kommunen und Landkreisen vorgeschlagenen Kooperationsmodell gegenüber offen gezeigt“, erinnert Lipski. „Sie sind am Zug, um das Modell auszuarbeiten. Das Land kann derzeit hierzu wenig beitragen.“ Bis Ende März soll der Vorschlag für so ein Modell vorliegen. Schwerin unterstütze die Theaterträger dabei fachlich.Laut Lipski wurden die Verhandlungen mit den Partnern wie OB Stefan Fassbinder (Grüne) vertrauensvoll und auf Augenhöhe geführt.

„Die Position des Landes ist ihm bekannt, insbesondere das Angebot zur Fusion sowie die ersten Überlegungen zu einem Kooperationsmodell“, sagt Hesses Sprecher. Fassbinders Aufgabe sei die Information der Bürgerschaft. Darum sieht Lipski keine Notwendigkeit für eine Beteiligung des Landes an der Sitzung.

Er werde zur Bürgerschaftssitzung kommen, so Theaterintendant Dirk Löschner gegenüber der OZ.

eob

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