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Greifswald Angeblicher Lottogewinner sorgt für Aufsehen in Wolgast
Vorpommern Greifswald Angeblicher Lottogewinner sorgt für Aufsehen in Wolgast
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00:00 10.10.2016

Großes Aufsehen in Wolgast: Ein offenbar spendierfreudiger Mann hat am Wochenende für einen regelrechten Auflauf in der Peenestadt gesorgt.

Mit Spray hatte er auf sein Auto geschrieben „Kommt alle zum Famila – Ich geb’ einen aus“, dann war er damit durch die Stadt gebraust. Mit quietschenden Reifen drehte er am Freitagabend seine Runden, sprach zahlreiche Leute an und lud sie spontan zu einer Feier ein. Dabei gab er vor, im Lotto gewonnen zu haben, „ so viel Geld, dass ich es gar nicht ausgeben kann“.

Doch dabei beließ er es nicht. Auf seine Sprüche folgten Taten. Tatsächlich kaufte der Mann im Famila massenweise Süßigkeiten und bestellte palettenweise Getränke. Alsbald hatten sich mehrere Neugierige, zumeist Jugendliche, am Eingang des Supermarktes in der Wedeler Straße versammelt. Zeugen berichteten, dass der Mann, der Anfang 40 geschätzt wurde, mit mehreren 500 Euro Scheinen bezahlte und großzügig mit dem Geld umging. Unterdessen schob ein Mitarbeiter des Getränkemarktes Unmengen an Getränken – Bier, Fanta,Cola und diverse Säfte – aus dem Markt auf den Parkplatz, wo der „Lotto-Gewinner“ die Neugierigen aus dem Radio seines sportlichen Audi S6 mit Greifswalder Kurzzeitkennzeichen beschallte.

In der Kleinstadt machte die „Spontan Party“ schnell die Runde und immer mehr Leute versammelten sich und bedienten sich an den Süßigkeiten und an den Getränken. Auch die Polizei bekam Wind von der Aktion, nahm Kontakt zum Famila-Markt auf und anschließend zum Einladenden, der bei Anbruch der Dunkelheit noch mehr Leute, selbst Eltern mit Kleinkindern, angelockt hatte. An der Shell-Tankstelle nebenan stoppte ihn die Polizei, nach einer Durchsuchung folgten ein Alkohol- und ein Drogenschnelltest bei dem immer aufgedrehter und verwirrter wirkenden Unbekannten. Mit einem Aufgebote mit mehreren Streifenwagen und einem Zivilfahrzeug beendete die Polizei den Spuk und brachte den Mann ins Wolgaster Krankenhaus.

Der Neubrandenburger Polizeisprecher Norbert Kaletzki bestätigte den Einsatz. „Die Kollegen haben den Mann einem Arzt vorgestellt, der ihm bescheinigte, gesund zu sein. Da waren uns die Hände gebunden.“ Am Sonnabend wiederholte sich das Szenario. Wieder lud der Mann ein, auf seine Kosten zu feiern. Erneut kamen unzählige Menschen, um auf seine Kosten zu trinken und zu naschen. Bis gestern blieben die Hintergründe der ominösen Lottofeiern im Dunkeln.

Tilo Wallrodt

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