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Greifswald Antifa-Demo trifft auf Arndt-Mahnwache
Vorpommern Greifswald Antifa-Demo trifft auf Arndt-Mahnwache
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07:45 04.05.2018
Etwa 30 Frauen und Männer nahmen nach Polizeischätzung an der Mahnwache für Ernst Moritz Arndt teil. Gut 100 Teilnehmer der 1.Mai-Demo störten die Mahnwache mit Sprechchören. Quelle: Degrassi Katharina
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Greifswald

Für einen ganz kurzen Moment wurde es brenzlig. Am Dienstagnachmittag trafen in der Straße Am Mühlentor die Teilnehmer der Mahnwache für Ernst Moritz Arndt auf die Teilnehmer einer linksautonomen Demonstration zum 1. Mai.

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An der Demonstration zum 1. Mai nahmen 130 vorrangig linksautonome Protestler teil, um ein Zeichen gegen prekäre Arbeitsverhältnisse zu setzen / Ein Großteil der Demonstranten beteiligt sich an Sprechchören gegen die Teilnehmer der Arndt-Mahnwache.

Am Rande der Arndt-Mahnwache hatte sich der stadtbekannte Neonazi Maik S. mit einem Banner postiert. Als die Teilnehmer der linksorientierten Demo ihn bemerkten, gingen einige auf ihn los, wie Heiko Meffert, Leiter des Polizeihauptquartieres Greifswald, schildert. Die Beamten griffen umgehend ein und entfernten Maik S. aus dem Gefahrenbereich, wie Heiko Meffert weiter sagt.

Die Mai-Demoteilnehmer blieben weiterhin vor der Arndt-Mahnwache stehen und riefen in Sprechchören „Nazischweine“ und „Antisemitenschweine“ in Richtung der etwa 30 Teilnehmer (Polizeischätzung). Unter ihnen befanden sich die Bürgerschaftsmitglieder Peter Multhauf (Linke) und Jürgen Liedtke (CDU) sowie zahlreiche Senioren.

Marianne von Weber, die sich seit Monaten für den Erhalt Arndts als Patron der Universität stark macht, zeigte sich geschockt vom aggressiven Auftreten einiger Jugendlicher. Eine Person hat sie sogar bespuckt. „Dabei bin ich offen auf die jungen Leute zugegangen und wollte mit ihnen reden“, sagt von Weber.

Der Schriftsteller Arndt ist wegen antisemitischer Äußerungen umstritten. Er wird von seinen Anhängern als Freiheitskämpfer geehrt. Nachdem die Universität den Patron abgelegt und das Ministerium diesen Schritt genehmigt hat, hat die Bürgerinitiative „Ernst Moritz Arndt bleibt“ eine Volksinitiative zum Erhalt des Namens gestartet.

Veranstalter der Demo zum 1. Mai war der Greifswalder Luca Krug: „Wir wollen die Geschichte des 1. Mais deutlich machen und darauf hinweisen, dass es heute wieder prekäre Arbeitsverhältnisse gibt.“ Weil Bürgerschaftsmitglied Yvonne Görs (Linke) dieses Anliegen am Herzen liegt, nahm sie an der Demo teil. „Ich freue mich, dass die Jugend wieder eine Demo zum 1. Mai auf die Beine gestellt hat.“ 130 Frauen und Männer nahmen an der Demo teil, die vom Südbahnhof zur Europakreuzung führte.

Degrassi Katharina

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