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Greifswald Arbeitsmarkt: Zahlen im August eher träge
Vorpommern Greifswald Arbeitsmarkt: Zahlen im August eher träge
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00:01 01.09.2016

Sommerträgheit in der Arbeitsmarktstatistik: Wie schon im vergangenen Jahr ist auch 2016 in den Monaten Juni, Juli und August wenig Bewegung auszumachen, weil sich Zu- und Abgänge die Waage halten. Jeweils rund 2300 Personen nahmen eine neue Beschäftigung auf oder wurden im Laufe des Monats entlassen. Der seit Monaten anhaltende Trend zeigt aber weiter nach unten.

Im August waren in Vorpommern-Greifswald 12317 Personen auf Jobsuche, 68 weniger als noch im Juli. Die Quote bleibt bei 10,5 Prozent und damit auf ihrem diesjährigen Tiefststand. Vor einem Jahr lagen die Zahlen noch deutlich höher. Im August 2015 waren 13721 Frauen und Männer auf der Suche nach Arbeit (Quote: 11,6 Prozent). Dann kam der große Flüchtlingszuzug. „Den haben wir locker weggedrückt“, kommentiert Arbeitsagenturchef Heiko Miraß die Statistik. Auch wenn so mancher im politischen Raum fordert, Geflüchtete nicht zu integrieren, sondern möglichst schnell abzuschieben, vertritt Miraß die Überzeugung: „Fakt ist, dass die Leute da sind. Und besser ist es, sie gehen arbeiten, als sie über die Sozialsysteme zu finanzieren.“ Das Ziel sei weiterhin, aus Leistungsempfängern Beitragszahler zu machen. Zudem sei völlig unklar, wie lange es dauert, bis etwa der Krieg in Syrien beendet ist. Um Hartz-IV-Empfänger zu unterstützen, (wieder) im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, werden der Arbeitsagentur im kommenden Jahr „zwei bis drei Millionen Euro“ mehr zur Verfügung stehen, kündigt Miraß an.

Bei jungen Leuten zwischen 15 und 25 Jahren musste im Vergleich zum Frühsommer ein leichter Anstieg der Arbeitslosenquote festgestellt werden. „Wir suchen für leistungsschwächere Jugendliche im Moment intensiv nach praxisnahen Angeboten für die Ausbildungsvorbereitung“, erklärt Miraß. Bis jetzt sind noch 533 Ausbildungsstellen im Landkreis unbesetzt. Dem stehen 303 Bewerber gegenüber, die noch nicht das Passende gefunden haben. kl

OZ

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