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Greifswald Archäologen graben Greifswald des 13. Jahrhunderts aus
Vorpommern Greifswald Archäologen graben Greifswald des 13. Jahrhunderts aus
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00:00 26.04.2016

Am Ende der Grabungen zwischen Kuh-und Brüggstraße machte Renate Samariter jetzt eine für Greifswald bisher einmalige Entdeckung. „Bei den Arbeiten zur Verlegung der Trinkwasserleitung wurde eine mittelalterliche Holzstraße an der Kuhstraße gefunden“, erzählt die Archäologin vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege. Sie nimmt an, dass die Bohlen mindestens genau so alt wie eine Holzstraße auf dem Gelände sind. Für deren Balken liegen mit 1256 und 1259 Datierungen vor. Das Besondere für Greifswald: Es ist die erste nachgewiesene Holzstraßenkreuzung aus dem 13.Jahrhundert. Wegen des schlechten Baugrundes wurden nahe am Ryck Pfosten im Boden versenkt, die die Bohlen trugen. Sie sind aus Eschen-, Erlen und Eichenholz. Drei Lagen wurden mit Holznägeln verbunden. Die bereits bekannte Bohlenstraße parallel zum Ryck könnte den Verlauf der Rossmühlenstraße im Mittelalter anzeigen. Denn das Gelände am Hafen war im 18.

Jahrhundert aufgrund der Einwohnerverluste in und nach den vorangegangenen Kriegen unbewohnt. Da musste sich beim Wiederaufbau niemand nach dem historischen Straßenverlauf richten.

Das Holz eines Tiefbauwerks auf dem Gelände, wahrscheinlich eine Zisterne, stammt sogar von 1247. Das ist ein Jahr vor der ersten urkundlichen Erwähnung Greifswalds. Auch die vielen Mauern von Häusern dieser Zeit sprechen dafür, dass nahe dem Ryck im 13. Jahrhundert mehr Gebäude standen als bislang angenommen. Der Hafen und der kurze Weg zur Saline könnten für diese Bauentscheidungen wichtig gewesen sein.

Belege für die These, dass die Kuhstraße ihren Namen von Bauernhöfen hat, konnte Renate Samariter nicht finden. Unter den von den Greifswaldern illegal auf dem Gelände entsorgten Tieren waren keine Rinder.

Auf dem 5000 Quadratmeter großen Gelände wird die Wohnungsbau und Verwaltungsgesellschaft Greifswald (WVG) demnächst Wohnhäuser errichten.

Von eob

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