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Greifswald Architekt: Arndtschule hat einen erheblichen Sanierungsbedarf
Vorpommern Greifswald Architekt: Arndtschule hat einen erheblichen Sanierungsbedarf
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00:05 22.06.2016
In der Arndtschule lernen um die 400 Kinder. Um mehr Räume zu schaffen, sollen auch die Stirnseiten der Flure genutzt werden. Quelle: Peter Binder

Der Neubau der Fischerschule ist noch nicht ganz in trockenen Tüchern, da plant die Stadt schon das nächste große Schulprojekt: Die Regionale Schule „Ernst Moritz Arndt“ soll saniert und ausgebaut werden. Eine Kostenschätzung des beauftragten Stralsunder Planungsbüros Gnadler Meyn Woitassek geht von 4,5 bis 4,8 Millionen Euro aus.

„Das Ganze erinnert ein wenig an die Kollwitzschule: Wir wollten ein Stück Deckenbalken sanieren und haben am Ende eine neue Schule gebaut“, sagte Baudezernent Jörg Hochheim Montagabend auf der Sondersitzung von Bau-, Finanz- und Bildungsausschuss der Bürgerschaft (siehe oben).

Fakt ist: Die Schule platzt aus allen Nähten. Den 22 Klassen stehen 22 Räume zur Verfügung. Kleine Gruppen- oder Rückzugsräume für individuelles Arbeiten gibt es nicht. Deshalb träumen Schüler und Lehrer seit Jahren vom Ausbau des Dachgeschosses. Doch eine Sanierung wäre kein Wunschkonzert, machte Architekt Christoph Meyn deutlich. Das 1932 errichtete Gebäude sei zwar „eine außerordentlich schöne Schule aus einer Zeit, in der man sich noch etwas gönnte“. Dazu zählte er den repräsentativen Eingangsbereich und die breiten Treppenhäuser. All das täusche aber nicht über den enormen Sanierungsstau hinweg.

Das Haus sei weitestgehend unsaniert, selbst die vor zehn Jahren erneuerten Fenster wiesen Mängel auf. „Die komplette Haustechnik muss erneuert werden. Das Dach muss saniert, die Fassade instandgesetzt werden“, zählte Meyn auf. Zudem gebe es keinen Schutz gegen die sommerliche Hitze, die Akustik in den Klassenräumen sei eklatant schlecht. Den Schülern stünden im ganzen Haus nur zwei WC-Anlagen zur Verfügung: eine für Mädchen und eine für Jungen. Deshalb schlage er vor, auf allen Ebenen Sanitäranlagen einzubauen. Neue Räume sollen im Dachgeschoss und an den Stirnseiten der breiten Flure geschaffen werden. Auch ein Aufzug ist geplant.

Ziel der Verwaltung ist es, ab Sommer 2017 bei laufendem Schulbetrieb zu bauen. Voraussichtliche Fertigstellung: Mitte 2019. Schulleiterin Angela Leddin räumte ein, dass die Belastung groß werde.

Dennoch dankte sie ausdrücklich Jörg Hochheim, der das Konzept auf den Weg gebracht habe. „Der Leidensdruck ist sehr groß“, so Leddin. Sie hofft jetzt mit ihrem Team, dass sich die Bürgerschaft für das Projekt entscheidet.

Petra Hase

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