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Greifswald Arndt-Listen holten fünf Sitze
Vorpommern Greifswald Arndt-Listen holten fünf Sitze
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00:01 13.01.2018

Der Streit um den Namenspatron der Universität Greifswald Ernst Moritz Arndt hat nur geringe Auswirkungen auf die Wahl zum neuen Senat. Ab April werden im für den Namen zuständigen Hochschulparlament mindestens fünf Befürworter der Fortführung des umstrittenen Patronats von Ernst Moritz Arndt sitzen. Das ergab die Auszählung der Stimmen bei den Wahlen zum 36-köpfigen Hochschulparlament in dieser Woche. Diese fünf traten auf Listen an, die den Patron im Namen trugen. Das gab es erstmals in der 20-jährigen Geschichte des Arndt-Streits. Den größten Erfolg erzielten die Arndt-Befürworter bei den nichtakademischen Mitarbeitern mit drei von sechs möglichen Senatoren. Christian Tambach („Für unsere Ernst-Moritz-Arndt-Universität“), holte die meisten Stimmen in dieser Gruppe überhaupt.

Im Januar 2017 hatten alle zwölf studentischen Senatoren die Scheidung von Arndt verlangt. Das wäre im künftig nicht möglich, weil mindestens zwei Arndt-Befürworter im neuen Senat sitzen. Die Liste „Pro Arndt“ holte zwei Sitze (9304 Wahlberechtigte).

Die drei Kandidaten für die zwölf Sitze der Professoren auf der Liste „Pro EMAU“ gehen leer aus. Bestimmend bleiben die Fakultätenlisten, auf denen Arndt-Gegner und Arndt-Befürworter vertreten sind.

Zu den neuen Senatoren gehört Eckhard Schumacher, ein Autor der Streitschrift „Für die Universität Greifswald“, in der für die Trennung von Arndt argumentiert wird. In den neuen Senat haben es souverän die bisherige Vorsitzende Maria-Theresia Schafmeister und ihr Stellvertreter Michael Herbst geschafft.

Bei den akademischen Mitarbeitern gab es keine Bekenntnisse auf Listennamen zum Patron. Die Wahlbeteiligung lag bei Studierenden und Mitarbeitern höher als beim letzten Mal, aber nur bei den akademischen Mitarbeitern waren es über 20 Prozent. Bei den Professoren waren es mit 57,6 Prozent weniger als 2016 (63,4 Prozent).

eob

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