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Greifswald Arndt war Frankreich auch zugetan
Vorpommern Greifswald Arndt war Frankreich auch zugetan
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00:00 24.11.2016

Zum Artikel „Helmut Klüter: Arndt ist ein Vater des Rechtspopulismus“ (OZ vom 23. November): Einmal abgesehen davon, dass der Artikel das alte Debattenmuster nun doch wiederholt, gibt es eine Reihe von Kindern, die behaupten, dass Ernst Moritz Arndt ihr Vater sei. Denn auf Arndt berufen bzw. beriefen sich nicht nur Rechtspopulisten, sondern Faschisten und Antifaschisten, Kommunisten und Sozialisten, Christen und Atheisten, Demokraten und Feinde der Demokratie. Dabei ist die Berufung auf Arndt, so auch bei Helmut Klüter, zumeist eklektisch. Verständlich, denn Arndt hat nicht nur ein hohes Alter erreicht (1769-1860), sondern auch in allen Lebensphasen fleißig publiziert. Ich möchte lediglich einen Punkt des Artikels aufgreifen, der durch ständiges Wiederholen auch nicht glaubhafter wird. So finde man bei Arndt, heißt es in dem Artikel, „negative Wertungen ( ) über Franzosen“. Als Arndt 1799 einen Sommer in Paris lebt, ist er von den Franzosen begeistert:

„diese Nation, die ich ewig lieben muss“. Arndt preist die durch die Revolution entstandene Humanitas als Ideal einer neuen Menschengemeinschaft, in der „die Bildung das einzige Maß ist, das das Zusammenleben und den Umgang der Menschen als Menschen bestimmt“. Wer auf das Jahr 1799 schaut, kann von einer Frankophilie Arndts sprechen.

Karl-Heinz Borchardt

OZ

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Zum selben Thema: Ernst Moritz Arndt lebte im 19. Jahrhundert – der heute vielzitierte Begriff Rechtspopulismus war da noch gar nicht geboren.

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. Etwas rar gemacht hat sich der in Krummenhagen lebende Künstler Eduard Albrecht.

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