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Greifswald Atomlager Lubmin: Verzögert Betreiber Sicherheits-Umbau?
Vorpommern Greifswald Atomlager Lubmin: Verzögert Betreiber Sicherheits-Umbau?
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11:34 02.12.2017
Ein Schild warnt an einem Mosaik II - Behälter im Zwischenlager Nord Lubmin bei Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) vor radioaktiver Strahlung. Quelle: Stefan Sauer
Lubmin

Werden die 74 Castorbehälter mit hochradioaktivem Atommüll in Lubmin für alle Eventualitäten sicher genug aufbewahrt? Daran bestehen seit Jahren Zweifel. Die Halle 8 des Zwischenlagers Nord am ehemaligen Kernkraftwerk Greifswald gilt als nicht ausreichend gegen Vorfälle von außen geschützt. Beispielsweise falls Terroristen auf die Idee kämen, ein Flugzeug auf sie zu lenken.

Eine Studie des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) feuert den Konflikt jetzt erneut an: Der Betreiber des Zwischenlagers, die bundeseigenen Entsorgungswerke für Nuklearanlagen (EWN), verschleppten „mit administrativen Maßnahmen“ einen Neubau von Halle 8.

„Es ist den EWN nicht gelungen, einen genehmigungsfähigen Antrag vorzulegen“, sagt Thorben Becker, Atomkraft-Experte beim BUND. Die staatliche Betreiberfirma spiele „auf Zeit“. Der Bund hatte bereits 2014 Änderungen am Sicherheitskonzept des Zwischenlagers gefordert, vor dem Hintergrund eines geänderten Bedrohungsszenarios. EWN entwickelte daraufhin ein neues Konzept, zog es aber 2015 zurück, weil es sich als nicht realisierbar erwies. Auf einen damals angekündigten neuen Anlauf warten die Beteiligten noch immer. „Ein neuer Antrag liegt nicht vor“, teilt das zuständige Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit mit.

Gerald Kleine Wördemann

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