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Aufbruchstimmung im Wolgaster Tierpark

Wolgast Aufbruchstimmung im Wolgaster Tierpark

2015 sollen die Arbeiten für eine bessere Infrastruktur weitergehen. Mehr Haustiere sind erwünscht.

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In diesen Tagen gab es Nachwuchs bei den afrikanischen Zwergziegen. Tierpflegerin Anette Fensch präsentiert zwei der bisher insgesamt sechs Jungtiere.

Quelle: Fotos: Tom Schröter

Wolgast. Die Mitglieder des Wolgaster Tierparkvereins haben in diesem Jahr eine Menge vor. So sollen zum Beispiel die neue, bisher etwa zur Hälfte aufgestellte Umzäunung des Parkareals im Tannenkamp fertiggestellt und die Erneuerung der Wasserversorgung abgeschlossen werden, berichtet Vereinsvorsitzender Andreas Pantermehl. „Der Brunnen ist gebohrt, in diesem Jahr müssen wir die Versorgungsanlage setzen und die Station einhausen“, sagt er.

Pantermehl und seine emsigen Mitstreiter freuen sich, mit Josef Hornstein einen neuen Pächter und Betreiber für den Imbiss am Eingang zum Familientierpark gefunden zu haben. Der Gastwirt, der am Wolgaster Lustwall sein Lokal „Zum Bayern“ betreibt, kündigte an, den Imbiss im Tannenkamp zum Tag der offenen Tür am 25. Januar zu eröffnen und dann durchgehend geöffnet zu halten. Was aus Sicht Pantermehls noch unbefriedigend ist, ist die Toilettenanlage des Tierparks. Hier brauchen wir unbedingt eine Verbesserung und Vergrößerung“, meint er. „Gerade, wenn wir Feste feiern und Hunderte Gäste im Park sind, ist die Kapazität der Toiletten mehr als ausgeschöpft.“ Auch dass es in der Einrichtung nur eine einzige Notdurftanstalt gibt, stelle eigentlich einen unhaltbaren Zustand dar.

„Ältere oder behinderte Menschen können, wenn sie plötzlich mal zur Toilette müssen, nicht durch den ganzen Tierpark stiefeln“, verdeutlicht der Vereinschef.

Stefan Rudolph (CDU), Staatssekretär im Schweriner Wirtschaftsministerium, hatte versprochen, sich für den Wolgaster Tierpark einzusetzen. Hier soll es speziell um eine ebenso dringend nötige Modernisierung des Wirtschaftshofes gehen. „Die Arbeiter und Tierpfleger unseres Tierparks brauchen endlich vernünftige Arbeitsbedingungen. Außerdem fehlen ordentliche Garagen für unsere Fahrzeuge und eine Kühlzelle. Auch die Futterküche ist auf einen vertretbaren Stand zu bringen“, so Andreas Pantermehl.

Im Park selbst ist 2015 an eine Vergrößerung des Erdmännchen- Geheges angedacht, wobei die possierlichen Bewohner künftig in Nachbarschaft zu den Stachelschweinen wohnen sollen, die ebenfalls ein neues separates Domizil erhalten sollen. „Ein Investor unterstützt uns dabei, die Anlagen freundlicher zu gestalten“, schildert der Vereinsvorsitzende, der sich persönlich einen Ausbau der Haustiersparte wünscht: „Wir brauchen mehr Tiere, insbesondere mehr Pferde, Ziegen, Schafe und Meerschweinchen, die man auch streicheln kann.“ Zumindest die Zwergziegen sorgten soeben selber für Nachwuchs. Sechs kleine Böckchen tummeln sich zwischen den Alttieren, von denen zwei noch trächtig sind.

Die Tierparkmitarbeiter, die wegen Krankheit zurzeit nicht vollzählig sind, haben seit dem vergangenen Wochenende zudem mit dem Aufräumen der Anlagen zu tun. Sturmtief Felix brachte mit seinen Böen vier große Bäume zu Fall, von denen einige mehrere Zaunfelder mitrissen. Eine entwurzelte Lärche rauschte beim Umfallen in die Telefon-Oberleitung. Auch diverses Totholz stürzte aus den Baumkronen.

Mehrere Vereinsmitglieder helfen gegenwärtig beim Aufräumen des weitläufigen Geländes. Wer freie Kapazitäten hat und sich an frischer Luft einbringen möchte, kann sich gern im Park melden.

 



Tom Schröter

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