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Greifswald Greifswalder Akteure bei Ausstellung im St.Spiritus dabei
Vorpommern Greifswald Greifswalder Akteure bei Ausstellung im St.Spiritus dabei
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Svenja Goy (31, links), Künstler Maximilian Weihs und Franze Bichler (27). Weihs ist Teil der Ausstellung "WIR* HIER!" im St. Spiritus, Goy und Bichler gehören zu Qube, einem Bildungsprojekt. Die Wanderausstellung zeigt Geschichten von schwulen, lesbischen und Transpersonen aus MV von der Kaiserzeit bis heute. Quelle: Christopher Gottschalk
Greifswald

Geschichten aus dem Alltag von schwulen, lesbischen und transsexuellen Personen zeigt ab dem 16. Februar eine Ausstellung im Sozio-kulturellen Zentrum St. Spiritus. Titel: „WIR*HIER! Lesbisch, schwul und trans* zwischen Hiddensee und Ludwigslust“. Es geht um Personen und Geschichten aus MV von der Kaiserzeit bis in die Gegenwart, erzählz anhand von lebensgroßen Silhouetten, Texten sowie Audio- und Videobeiträgen.

Ältere scheuen sich eher vor dem Thema Trans

Maximilian Weihs ’ Geschichte ist eine von über 20 in der Ausstellung. Der 47-jährige Maler ist eine Transperson. Außerdem ist er schwer sehbehindert. Er benennt als konkrete Probleme für Menschen mit Transidentität zu wenige Ärzte, Pfleger und Therapeuten in MV, die für das Thema sensibilisiert sind, fehlende finanzielle Unterstützung für Beratungsstellen und geringe Kontaktmöglichkeiten für Transpersonen.

Gerade ältere Menschen hätten Berührungsängste, würden sich kaum trauen, über das Thema zu sprechen, sagt Weihs. In kleinen Gemeinden und auf dem Dorf falle das Akzeptieren besonders schwer, weil der Kontakt mit Menschen anderer geschlechtlicher oder sexueller Identität fehle. Die Lösung: Miteinander reden, Fragen stellen, aufklären. Dazu trage die Ausstellung bei.

Bildungsprojekt „Qube“ begleitet Schulklassen auf Ausstellung

Svenja Goy gehört zum Bildungsprojekt „Qube“ und kennt die Probleme von Transpersonen im Alltag auch aus eigener Erfahrung. „Es sollte es ein gesamtgesellschaftliches Thema sein“, sagt Goy (31). Goy rede fremde Personen beispielsweise mit vollen Namen an, bis klar ist, welchem Geschlecht sich die andere Person zuordnet. „Wer unsicher ist, sollte es nicht ignorieren, sondern das Eis brechen und einfach fragen, wie die andere Person angesprochen werden möchte“, ergänzt Maximilian Weihs. Normal sollte es auch sein, dass „Transpersonen in Schulbüchern auftauchen“, sagt Svenja Goy, die für die Ausstellung Geschichten aus der Region recherchierte und dabei auf Maximilian Weihs traf.

Vernissage am Samstag, 16. Februar, um 18 Uhr

Gezeigt wird im St.Spiritus beispielsweise auch der erste Beitrag im DDR-Fernsehen zum Thema Homosexualität von 1987. Ausstellungseröffnung in Greifswald ist am Samstag, 16. Februar, um 18 Uhr. Angekündigt sind eine Diskussion mit lokalen Akteuren und ein Konzert der Rapperin Lady Lazy. Bis Ende März ist die Ausstellung zu sehen. Der Eintritt ist frei, für Rollstuhlfahrer gibt es einen Aufzug. Der Verein „Lola für Demokratie in MV“ organisiert die Ausstellung. Förderer der Ausstellung ist das Bundesfamilienministerium. Das Projekt „Qube“ bietet Bgeleitungen für interessierte Schulklassen oder Gruppen an. Weitere Veranstaltungen im St.Spiritus während der Ausstellung sind ein Gesprächsabend über Behinderung und Identität am 28.2. mit Maximilian Weihs, ein Workshop am 19.3. und eine offene Lesebühne am 28.3. Die Wanderausstellung war bereits in Schwerin zu sehen und wird über 2019 hinweg in ganz MV zu sehen sein, ab April ist sie in Bad Doberan.

Christopher Gottschalk

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