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Greifswald Austritt: Rose, Kochhan und Steiger verlassen die Grünen
Vorpommern Greifswald Austritt: Rose, Kochhan und Steiger verlassen die Grünen
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00:01 09.09.2016
Michael Steiger Fotos (3): Peter Binder

Die im Kreistag und der Bürgerschaft vertretene Alternative Liste ist nicht mehr „Grün“. Ulrich Rose (Bürgerschaft), Gregor Kochhan (Kreistag) und das dritte prominente Mitglied Michael Steiger (Ausschussmitglied) haben ihren Austritt aus der Partei Bündnis 90/Die Grünen erklärt. Das teilten sie in einer Pressemitteilung mit.

Gegen die drei Männer der Alternativen Liste lief seit 2014 ein Ausschlussverfahren / Sie kritisieren den Kreisverband heftig

Damit ist das Verfahren vor dem Bundesschiedsgericht gegen ihren Ausschluss durch den Kreisverband vom September 2014 gegenstandslos,erläutert Kochhan.

Der Entscheidung gingen jahrelange Querelen in der Partei voraus. Für großes öffentliches Aufsehen sorgte der Vorwurf gegen den Ex-OB-Kandidaten und damaligen Kreisgeschäftsführer der Grünen, Ulrich Rose. Mauscheleien im Umgang mit Fraktionsgeldern wurden ihm vorgeworfen. Auseinandersetzungen um Inhalte kamen dazu.

Das Landesschiedsgericht bestätigte den Beschluss der Greifswalder, weil die drei Ex-Grünen mit ihrer Alternativen Liste den Grünen bei Wahlen Stimmen abnahmen. Dagegen gingen diese in Berufung.

Nach OZ-Informationen wollte das Bundesschiedsgericht im Juni entscheiden, die Sitzung wurde aber vertagt.

Anlässlich ihres Austritts kritisieren Rose, Kochhan und Steiger den Landes- und Kreisverband. „Inhalte und Programme in der grünen Arbeit vor Ort sind nicht mehr auszumachen“, behaupten sie. Der Kreisverband schweige und sei funktionärsbestimmt. „Er zeigt sich als kostenlose Hilfstruppe zum Aufhängen von Kopfplakaten.“

Für Grünenmitglied Tobias Linke ist das eine „Herabwürdigung von Menschen“, der Ehrenamtlichen, die sich um der Sache willen für die Partei engagieren. Kreisvorstandsmitglied Timo Pfarr erinnert daran, dass der Streit mit den drei Mitgliedern der Alternativen Liste sehr viel Arbeit gekostet habe, die man angesichts weniger Mitglieder sinnvoller hätte einsetzen können. „Ich hoffe, das ist jetzt der Schlussstrich.“

Den Vorwurf mangelnden Engagements und fehlender Ideen weist Pfarr zurück – und erinnert beispielsweise an Aktionen gegen das Fischsterben in der Peene.

Ulrich Rose sei im Kreisverband nicht mehr in Erscheinung getreten, stellt Pfarr fest. Die Mitgliedschaft von Kochhan und Steiger in der Partei sei im Juli erloschen. Beide hätten ihre Pflichten trotz mehrmaliger Hinweise nicht erfüllt. Die Information, dass es sich um Beitragsrückstände handele, bestätigt er nicht. Ungeachtet aller Querelen hofft Pfarr, dass man weiter im Bündnis „Greifswald für alle“ und „Vorpommern: weltoffen, demokratisch, bunt“ zusammenarbeiten könne. eob

OZ

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