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Autoclub: Eltern-Taxen sind eine Gefahr für die Schüler

Greifswald Autoclub: Eltern-Taxen sind eine Gefahr für die Schüler

Zu viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule und nehmen dabei zu wenig Rücksicht – So das Fazit von Polizei, Dekra und ACE nach Beobachtungen vor Ort

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Die Rücksichtnahme der Eltern lässt sehr zu wünschen übrig.“Hans-Georg Schwerin, ACE Greifswald

Greifswald. Eltern halten mit ihren Autos direkt auf der Straße, lassen ihre Kinder auf der Fahrbahnseite aussteigen, schicken diese von dort zum Teil sogar alleine über die Straße – die Verkehrssituation vor der Käthe-Kollwitz-Grundschule in Greifswald beschreiben Polizisten sowie Mitarbeiter der Verkehrswacht Dekra und des Automobilclubs ACE als „chaotisch“. Andere Autofahrer stoppen nicht für Kinder, die zu Fuß die Straßenseite wechseln wollen. Die Kollwitzgrundschule ist längst kein Sonderfall. Auch die Verkehrssituation vor der Krullschule gilt als „gefährlich“. Elternvertreter der Grundschule am Ostseegymnasium kämpfen seit Monaten für eine Verkehrsberuhigung in der Pappelallee (die OZ berichtete).

OZ-Bild

Zu viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule und nehmen dabei zu wenig Rücksicht – So das Fazit von Polizei, Dekra und ACE nach Beobachtungen vor Ort

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„Die Rücksichtnahme der Eltern lässt sehr zu wünschen übrig“, sagt Hans-Georg Schwerin vom ACE Greifswald. Autofahrer sollten vor Schulen grundsätzlich Schrittgeschwindigkeit fahren, empfiehlt er.

„Bei allen muss das Bewusstsein da sein, dass es um die schwächsten Verkehrsteilnehmer geht“, sagt Mario Bartel, Außenstellenleiter der Dekra. Anlässlich des Schulstarts verteilt die Dekra wieder über 1000 rote Käppis an die Abc-Schützen in Greifswald und Umgebung, damit diese für die Verkehrsteilnehmer besser sichtbar sind. Gestern erhielten die 86 Erstklässler der Kollwitzschule ihre roten Kappen. Zu diesem Anlass beobachteteten Polizei, Dekra und ACE den Verkehr vor dem Gebäude.

„Einige Eltern kommen in der letzten Minute gestresst an“, sagt Polizeihauptkommissarin Andrea Pampuch. Sie agieren dann hektisch. Dabei sei es extrem wichtig, dass sich die Eltern als Vorbilder verhalten. Auch Schulleiterin Ute Prochnow weiß, dass die Eltern Fehler machen. Gemeinsam appellieren Polizei, ACE und Dekra an die Verkehrsteilnehmer für mehr gegenseitige Rücksichtnahme.

Schwerin schlägt vor, dass die Eltern auf dem Parkplatz Hansering parken und das letzte Stück zu Fuß mit ihren Kindern gehen. „Die frische Luft tut den Schülern vor dem Unterricht gut.“ Sie würden außerdem gleich das richtige Überqueren der Straßen lernen. „Wir belehren die Kinder zu Beginn eines jeden Schuljahres, damit sie sich im Straßenverkehr richtig verhalten“, sagt Schulleiterin Prochnow. Auch auf den Elternversammlungen werde das Thema besprochen. Für sie ist der Kampf um eine bessere Verkehrssituation eine jahrelange Odyssee. „Seit 14 Jahren bin ich Leiterin der Schule.

Schon als ich sie übernommen habe, war die Akte zum Schulweg dick.“ Der Antrag auf einen Fußgängerüberweg wurde bereits vor Jahren abgelehnt, ebenso auf eine Ampel.

Trotzdem hat der Elternrat der Kollwitzschule eine neue Initiative gestartet. Das Tiefbau- und Grünflächenamt hat zugesagt, in diesem Monat Verkehrszählungen durchzuführen. Den Vorstoß der Eltern unterstützt auch der Greifswalder ACE. „Die Schutzmaßnahmen müssen erhöht werden“, sagt Schwerin, der die beste Lösung in einem Fußgängerüberweg sieht. Mario Tschirn, Präventionsbeauftragter der Polizei, präferiert eine Ampel.

Dekra-Tipps zum Schulweg

Nur Anhalten, wo es erlaubt ist

Kinder immer zur Gehwegseite aus dem Auto aussteigen lassen

Mit dem Auto auf der Straßenseite der Schule halten, nicht auf der Gegenseite. Nach Schulschluss nicht auf der gegenüberliegenden Seite warten

Nicht vor oder hinter einem Bus auf die Straße treten

Kinder sollten ohne Stress zur Schule gehen. Lieber einen Bus verpassen als eilig über die Fahrbahn laufen

Kinder sollten erst ab der 5. Klasse alleine mit dem Fahrrad fahren

Katharina Degrassi

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