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Baggerung in Ladebow soll 600000 Euro kosten

Greifswald Baggerung in Ladebow soll 600000 Euro kosten

Die Wiedervertiefung der versandeten Fahrrinne nach Ladebow und des Hafenbeckens rückt in greifbare Nähe. Derzeit können nur Schiffe mit einem Tiefgang von fünf Metern den Hafen anlaufen.

Greifswald. Die Wiedervertiefung der versandeten Fahrrinne nach Ladebow und des Hafenbeckens rückt in greifbare Nähe. Derzeit können nur Schiffe mit einem Tiefgang von fünf Metern den Hafen anlaufen. 6,90 Meter wie vor der Versandung sollen es wieder werden. Durch die Tiefgangsbeschränkung hat Ladebow Wettbewerbsnachteile. Der Chefbetreiber, die Hafen- und Lagergesellschaft Greifswald, Michael Ott und ansässige Firmen fordern darum die Wiedervertiefung.

Am nächsten Dienstag berät die Ortsteilvertretung Wieck/Ladebow über den Abschluss eines Vertrages mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund (WSA). Greifswald als Eigentümer ist für das Becken zuständig. Damit dort gebaggert werden kann, müssten voraussichtlich 600000 Euro von der Bürgerschaft bereitgestellt werden, heißt es. Das ist weniger als befürchtet, weil das Baggergut laut einer Analyse vollständig wiederverwertet werden könne. Die Firma Mibau wolle das Sediment im Gewerbegebiet Ladebow zwischenlagern und dann wiederverwerten. Dass jetzt eine Vereinbarung mit dem WSA vorbereitet werde, habe man am 28. April mit der Behörde abgesprochen, so Bausenator Jörg Hochheim (CDU).

Das Amt hat die Verantwortung für die Fahrrinne und will nur aktiv werden, wenn das wirtschaftlich ist und Greifswald parallel das Hafenbecken ausbaggert. Laut den Unterlagen für die Bürgerschaft hat die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung des WSA ergeben, „dass der Einsatz von Bundesmitteln in Höhe von ca. drei Millionen Euro für die Baggerung der Fahrrinne und die Verbringung des Nassbaggergutes auf das Spülfeld Drigge durch das WSA zu vertreten sei.“

Die Wirtschaftlichkeitsprüfung sei aber noch nicht abgeschlossen, betont indes Hagen Bauerhorst vom Wasser- und Schifffahrtsamt. Allerdings sei man optimistisch, dass diese Prüfung positiv ende. Bei negativem Ergebnis sei die Vereinbarung hinfällig, betont Hochheim. Bauerhorst informiert weiter, dass laut einem seit der letzten Woche als Entwurf vorliegende Gutachten ein Teil des Baggergutes der Fahrrinne innerhalb der Ostsee umgelagert werden könne. Der andere müsse zum Spülfeld Drigge gebracht werden, was teurer sei. Die genauen Mengenverhältnisse stünden noch nicht fest. eob

OZ

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