Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Bald wieder Natureisbahn auf dem Ryck
Vorpommern Greifswald Bald wieder Natureisbahn auf dem Ryck
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:56 05.12.2017
Schlittschuhläufer hoffen darauf, dass die Wasserfläche an der Hafenstraße bald wieder zufriert. Quelle: Foto: A. Salenko

Schlittschuh- und Eishockey-Fans dürfen sich freuen. Auf der großen Fläche zwischen Ryck und Altem Friedhof wird es im Winter wieder eine Eisbahn geben.

Sobald die Temperaturen dauerhaft unter Null sinken und die Wasserfläche friert, ist Greifswald um eine Attraktion reicher. Die Stadtverwaltung hat zwar keine Pläne, die Fläche als offizielle Eisbahn zu betreiben, sie wird jedoch auch nichts dagegen unternehmen, wenn Greifswalder die Fläche auf eigene Gefahr hin nutzen. Das teilt Andrea Reimann, Pressesprecherin der Stadtverwaltung, mit. Im vergangenen Winter waren auf dem Areal etliche Eislauf-, Eishockey-Fans und Familien mit Schlitten anzutreffen.

Voraussichtlich ab 2020 soll auf dem 60000 Hektar großen Areal an der Hafenstraße ein Wohngebiet entstehen. Bis es soweit ist, steht einer Natureisbahn aus städtischer Sicht nichts entgegen.

Bürgerschaftsmitglied Peter Multhaus (Linke) hatte in den vergangenen Monaten mehrfach angeregt, die Stadt möge das Areal offiziell betreiben. Vorteil einer solchen Variante wäre, dass Nutzer Schlittschuhe ausleihen könnten, es vielleicht sogar Getränke zu kaufen gibt. Im politischen Raum kam vor einigen Jahren die Idee auf, in Verbindung mit dem Weihnachtsmarkt eine Eisbahn im Zentrum aufzubauen, so wie das in Stralsund üblich ist. Doch aus Platzgründen scheiterte die Vision. Die Natureisbahn könnte nun die kleinere Alternative werden.

Doch warum gibt es auf der Fläche eigentlich diesen riesigen See? Im Sommer hatte die Stadtverwaltung das Wasser abpumpen zu lassen, um den Boden zu untersuchen. Nur wenige Wochen später war das Wasser wieder da. Kritiker sehen darin ein Indiz, dass der Baugrund nicht für eine Wohnbebauung geeignet ist. Sie fürchten, dass der Boden bereits so viel Feuchtigkeit führt, dass das Wasser nicht abfließen kann. Andrea Reimann winkt ab: „Das Gebiet wurde in der Vergangenheit von unterirdischen Verunreinigungen und Altlasten befreit. Dabei wurde in großem Umfang der Boden ausgetauscht und auch verdichtet.“ Diese Verdichtung bis in drei Meter Tiefe sei der Grund, dass das Regenwasser nicht ablaufe. „Bis sich ein normales Kapillarsystem entwickelt, in dessen Ergebnis die Erde auch wasserdurchlässig ist, wird noch eine längere Zeit vergehen“, sagt Reimann. Weil das Gebiet bebaut werden soll, sieht die Stadt keinen Bedarf an Maßnahmen, die die Versickerung des Wassers fördern.

Auf dem Areal soll ein Modellgebiet für bezahlbaren Wohnraum entstehen. 20 Prozent der Wohnungen sollen sehr günstig vermietet werden. Sollte der Bund ein neues Förderprogramm für Wohnraum auflegen, darf die Miete maximal 5,50 Euro kalt je Quadratmeter betragen. Ohne finanzielle Unterstützung sind es maximal 7,50 Euro. So hat es die Stadt in einem Vertrag mit der Projektplanungsgesellschaft UTB festgeschrieben. Sie hat bis 2018 Zeit, eine geschlossene Finanzierung für das Wohngebiet vorzulegen. Scheitert das Vorhaben, fällt das Areal an die Stadt zurück.

Katharina Degrassi

Mehr zum Thema

Viele Hundehalter nutzen den parkähnlichen Weg in Schönwalde I/ Doch das ist verboten/ Die Stadt verhängt Verwarngelder

01.12.2017

Clemens Kastner erhält Ehrenamtsnadel des Landes für Verdienste bei Hilfsorganisation

01.12.2017

Anneliese Sahr ist die älteste und erfolgreichste Aktive des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge

04.12.2017

Eintracht Zinnowitz verliert beim SV Fichte Greifswald mit 0:10

05.12.2017

Schwergewichtler Dennis Lewandowski schlägt in Hamburg Zoltan Csala

05.12.2017

Im letzten Landesklasse-Heimspiel des Jahres feierte der FSV Blau- Weiß Greifswald auf dem Kunstrasen im Volksstadion einen 5:0-Erfolg gegen den MSV Groß Miltzow.

05.12.2017
Anzeige