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Greifswald Baubeginn für lange geforderten Gehweg
Vorpommern Greifswald Baubeginn für lange geforderten Gehweg
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08:02 14.04.2018
Wir haben als Gemeinde lange gespart, um die Summe zu stemmen, denn wir bauen ohne Fördermittel.Bernd-Ulrich Knorr, Bürgermeister von Rubenow
Rubenow

Endlich: Zwischen Rubenow und Groß Ernsthof entlang der Kreisstraße 22 wird ein Fußweg gebaut. Viele Jahre steht die Forderung der Einwohner schon im Raum, doch bislang fehlte das Geld. Die Gemeinde muss die Kosten für den Gehwegbau allein tragen. „Dafür hat sie jahrelang gespart“, betont die Verwaltungschefin des Amtes Lubmin, Astrid Holzhüter. Eine Kombination aus Geh- und Radweg sei wegen der vorgeschriebenen Breite nicht möglich gewesen. Es mussten bereits für den Gehweg Flächenankäufe entlang der K 22 erfolgen. In einigen Fällen haben die Eigentümer dem aber nicht zugestimmt, sodass der Verlauf des Gehweges dann so angepasst wurde, dass er um private Flächen herumführt.

Zwischen Rubenow und Groß Ernsthof wird bis zum Herbst ein Gehweg gebaut. Quelle: Foto: Cornelia Meerkatz

Gestern war Baustart der Maßnahme. Der neue Fußweg hat eine Länge von 3480 Metern und wird asphaltiert sein. Er beginnt am Ortsausgang von Rubenow und wird an den bereits vorhandenen Gehweg in Groß

Ernsthof angebunden. Die Arbeiten gehen einher mit einem teilweisen Neubau der Regenwasserleitung und der Anpassung von Trinkwasseranschlüssen durch den Zweckverband Boddenküste. Die Fertigstellung aller Arbeiten ist für Ende August dieses Jahres vorgesehen.

„Zuerst werden die Arbeiten an der Regenentwässerung und der Trinkwasserleitung vorgenommen. Erst danach beginnt der eigentliche Gehwegbau. Die Einmündung in den Apfelweg in Groß Ernsthof wird mit ausgebaut“, erläutert Martina Hoffmann, Leiterin des Lubminer Bauamtes. Sie verweist darauf, dass es während der Bauphase zu Verkehrsbehinderungen und kurzzeitigen Vollsperrungen kommt. „Wir haben alle Anwohner mit einem umfänglichen Schreiben informiert und die Vorgehensweise erläutert“, betont sie. Natürlich versuche die Baufirma, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten und besonders den Anwohnerverkehr immer zu gewährleisten. „Während des Baus setzen wir auf gegenseitiges Verständnis“, so Hoffmann.

Die Kosten für den Bau des Gehwegs betragen 740000 Euro. „Das ist für unsere Gemeinde eine enorme Summe, denn wir bauen komplett ohne Fördermittel“, betont Bürgermeister Bernd-Ulrich Knorr. Um so mehr freue er sich, dass der Gehwegbau nun tatsächlich umgesetzt werden könne und Fußgänger, vor allem Schulkinder, künftig sehr viel sicherer zwischen den Ortsteilen Rubenow, Voddow und Groß

Ernsthof unterwegs sein können. „Dann braucht niemand mehr am Rand der stark frequentierten Kreisstraße zu laufen“, sagt der Bürgermeister. Er setzt darauf, dass pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres Anfang September der Gehweg komplett fertiggestellt ist.

Auch der Landkreis plant im kommenden Jahr Bauarbeiten auf der K 22. Täglich fahren über 8000 Fahrzeuge auf der Kreisstraße entlang, wie Verkehrszählungen ergeben haben. Doch die Fahrbahn weist unzählige Löcher und Beschädigungen auf. Alljährlich im Frühjahr wird ausgeflickt, doch die Schlaglöcher – alte und neue – sind immer schnell wieder da. Deshalb soll 2020 im Bereich von Rubenow Ausbau bis zum Ortsausgang Groß Ernsthof an die L 262 die Fahrbahn erneuert werden. „Ob es dann was wird, muss der Kreistag im Zusammenhang mit der Haushaltsplanung entscheiden“, heißt es aus der Kreisverwaltung. Da der Gehweg parallel zur Kreisstraße hinter dem Straßengraben angelegt werden soll, gebe es keine direkten Berührungspunkte. Zur Entwässerung des Gehweges werde die Kreisstraße einmal durchörtert.

Für das Bauamt Lubmin hat der Gehwegbau oberste Priorität, wie Astrid Holzhüter sagt. Für einen zügigen Ablauf wurden wöchentliche Bauberatungen festgelegt, die donnerstags 9 Uhr stattfinden.

Anwohner haben die Möglichkeit, im Anschluss an die Beratungen Fragen zu stellen.

Cornelia Meerkatz

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