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Baumfrevler verursachen tausende Euro Schaden

Greifswald Baumfrevler verursachen tausende Euro Schaden

Missetäter haben zwei zehn Jahre alten Spitzahornen am Puschkinring die Rinde abgeschält. Sie sind nicht mehr zu retten.

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Der Spitzahorn im Puschkinring ist nicht mehr zu retten. Aufgrund der fehlenden Rinde ist die Nährstoffzufuhr unterbrochen.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. Zehn Jahre waren sie etwa alt — die beiden stattlichen und vollkommen gesunden Bäume vor der Sporthalle am Puschkinring. Nun werden sie gefällt. Der Grund:

Unbekannte haben den zwei Bäumen der Sorte Spitzahorn den kompletten Rindenmantel abgewickelt, „so dass das Kambium freiliegt und die Bäume sterben müssen, da die wasser- und nährstoffleitenden Bahnen getrennt worden sind“, empört sich Leser Paul Liberra, der die OSTSEE-ZEITUNG über den Vorfall informierte.

Wie manche Menschen in Greifswald mit der Natur umgehen, mache ihn fassungslos. „Was soll man dazu noch sagen“, fragt sich Liberra. Für die Stadtverwaltung ist das kein Einzelfall von Baumfrevel.

„Jährlich sind etwa fünf bis zehn Bäume Opfer solcher Taten“, berichtet Bärbel Lenuck von der Pressestelle der Stadt. Über den jüngsten Vorfall sei das Tiefbau- und Grünflächenamt am 9. Juli informiert worden. Umgehend habe der zuständige Bauhof-Mitarbeiter den Standort aufgesucht. Genutzt habe das nichts mehr: Beide Bäume hätten keine Chance auf ein Überleben.

„Durch das Abschälen der Rinde ist ein Totalschaden eingetreten“, bestätigt Lenuck. Die Spitzahorne seien nach der Baumschulzeit im Frühjahr 2007 gepflanzt worden, beide Gewächse hätten damals zusammen etwa 320 Euro gekostet. Sie gediehen prächtig, hatten jetzt in ein Meter Höhe bereits einen Stammumfang von 42 Zentimetern.

Der Ersatz wird teuer: Laut Pressestelle belaufen sich die Kosten für die Fällung einschließlich aller Nebenarbeiten, Pflanzenlieferung nach Katalogpreis sowie Pflanz- und Pflegearbeiten pro Baum auf gut 900 Euro. Die Aussicht, dass der oder die Täter gefasst werden, sei nach bisherigen Erfahrungen gering. Zwar würde das Rechtsamt der Hansestadt nach einer umfangreichen Schadensermittlung durch das Tiefbau- und Grünflächenamt die Unterlagen an die Polizei in Greifswald weiterleiten. Doch meistens würden die Ermittlungen gegen Unbekannt irgendwann eingestellt. Petra Hase

 

OZ

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