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Begägnungen

Begägnungen

Wenn ik an mienen Schriewdisch sitt, kann ik up den Balkon un dor up dei vull bläugenden Geranien kieken. Midden in dei Geranien sitt een dicker Vagel ut Keramik mit eenen langen roden Schnabel.

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Wenn ik an mienen Schriewdisch sitt, kann ik up den Balkon un dor up dei vull bläugenden Geranien kieken. Midden in dei Geranien sitt een dicker Vagel ut Keramik mit eenen langen roden Schnabel. Den hemm wi up'n Markt bi eene Töpperin köfft, dei „sone Vögel“ herstellt. Den Vagel hemm wi Erwin döfft, un hei sitt ruhig un upplustert twischen dei Blaumen un kiekt 'n bäten vergnäugt in dei Gägend.

Körtlich keem eene Duw anflagen, sett'te sik up'n Handloop von den Balkon un keek unsen Erwin an. Sei güng een poor Schritt vör un an Erwin neger ran. Dei verschööt keene Mien. Dei Duw lechte den Kopp scheiw, as wenn sei Erwin neger bekieken wull. Denn güng sei ganz dicht ran, doch Erwin rührte sik nich. Dei Duw flööch up, un wech wier sei. Ik heff so bi mi dacht, dat sei viellicht mit Erwin spälen orrer mit em neger bekannt warden wull. Wecker weit schon, wat so in eenen Vagelkopp vör sik geiht. Jedenfalls schien sei enttäuscht tau sien, dat Erwin sik so gor nich rögte. Af un an kümmt eene lütte Meis anflogen, hüppt up dat Finsterbrett un kiekt ok eis in't Finster rin. Sei fleut't denn noch kort un flücht wedder wech.

Wenn sei mi över dei Schuller kieken künn, würd sei seihn, dat ik över dei Begägnung mit ehr een lüttes Riemel schreew: „Ik sitt an mienen Schriewdisch un kiek na buten rut, / dor flücht 'ne lütte Meis up den Balkon, / den Kopp 'n bäten scheiw sitt sei up't Finsterbrett / un fleut't ehr „Zizida“, / hüppt denn up'n Balkonrand, / un wedder hüür ik „Zizida-Zizida“ / flücht unverseihens up un is denn wech, / ik sitt un drööm von miene lütte Meis.“

Sitt ik up'n Balkon, kiek ik up eenen schlanken Fiernseitorm. Dei strahlt däächlich Radio- un Fiernseiprogramme ut. Eenes Daachs seih ik een poor Arbeiter baben up'n Torm rümwirken. Dor hüür ik Motorenlarm un een Hubschrauber kümmt mit eene Antenn' anflogen. Dei Hubschrauber steiht över den Torm, un dei Antenn' ward an twei Seil langsam un vörsichtig runnerlaten. Dei Arbeiter griepen na dei Seil, kriegen sei tau faten un trecken dei Antenn an den Torm ran un maken sei an dei vörseihn'ne Stell an den Torm fast. Ik kiek intressiert tau, wat moderne Technik, twei Arbeiter un een Pilot in korte Tiet taustann' bringen.

Mi geiht dörch den Kopp: „Teigendusende von Arbeiter schläpten in vörchristliche Tiet Steen up Steen un buchten dei Pyramiden un völlbröchten Wunner. Hier sett'ten drei Mann eene Antenn', un elektrische Wellen bringen Ton un Bild in överdusende Hüüser. Wunner von dei Technik. So ännern sik dei Tieden.“

Een Denkwuurd: „Der Wunder altes Licht leuchtet auch in der Gegenwart.“

 



OZ

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