Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Bei Gützkow wird Promis auf den Zahn gefühlt
Vorpommern Greifswald Bei Gützkow wird Promis auf den Zahn gefühlt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 20.03.2013
Zahnbehandlung unterm Mikroskop: Thorsten Jahn aus Konstanz (links) will sie in Pentin populär machen. Quelle: smile
Gützkow

Er arbeitete für den europäischen Hochadel wie die Grimaldis in Monaco. Bediente den Dunstkreis von Wirtschaftsoligarchen wie Aristoteles Onassis, Reeder-Milliardär und Ehemann der Kennedy-Witwe Jacky. Sein Service ist bei namhaften Politikern ebenso gefragt wie bei Film- und Fernsehstars. Jetzt will der aus Süddeutschland stammende Zahntechniker Frank Jacobshagen bei Greifswald eine Klinik zur Behandlung Prominenter und Reicher aus dem In- und Ausland errichten.

Entstehen soll sie in Pentin unweit von Gützkow, wo Jacobshagen seit wenigen Jahren lebt und ein zahntechnisches Privatlabor für seine angesehene Kundschaft betreibt. In dem kleinen, etwas abgelegenen Dorf sei schon mancher gewesen, den die Mehrheit der Deutschen aus Zeitschriften und TV-Sendern kenne, deutet der Fachmann an. Groß wahrgenommen habe das im Ort niemand. „Die Leute hier interessiert das nicht.“ Zudem liege Pentin verkehrstechnisch günstig. „Da sind die Flughäfen in Heringsdorf und Rostock-Laage, die Autobahn nach Berlin und Hamburg ist keine zehn Kilometer weg.“

Schon im August möchten Jacobshagen und sein Geschäftspartner, der in Konstanz am Bodensee praktizierende Zahnarzt Thorsten Jahn, mit dem Klinikbau beginnen.

Das Gebäude im Stil einer Villa soll neben Behandlungsräumen auch Unterkünfte für die betuchten Patienten und ihre Angehörigen umfassen. Jahn zufolge soll sie nicht zuletzt einer neuen Zahnmedizin zum Durchbruch verhelfen. Denn in der Klinik von Pentin will der Mediziner aus Konstanz für den Einsatz modernster hochpräziser Behandlungstechnik „Made in Germany

werben.

Jahn selbst praktiziert seit Jahren mit einem hochauflösenden Operationsmikroskop . „Es ermöglicht ein viel präziseres Arbeiten. Dank des Mikroskops sehe ich die jeweilige Zahnregion in bis zu 20-facher Vergrößerung.“ Füllungen etwa ließen sich so nicht nur kleiner, sondern auch viel genauer einpassen. Auch Wurzelbehandlungen seien erfolgreicher, preist der Mann aus Konstanz, den Frank Jacobshagen als den wohl erfahrensten Praktiker auf diesem Gebiet bezeichnet. Bislang gebe es keine wissenschaftliche Ausbildung in der Mikroskopie, bedauert Jahn. Das wolle er ändern. Mit Hilfe der Greifswalder Universität, so seine Vision, könnte das Verfahren Bestandteil von Lehre und Ausbildung werden. „In Greifswald arbeiten Experten, die Innovation wollen und international im Gespräch sind“, lobt der Dentist, der dem Bekunden nach im selben wohlhabenden Milieu praktiziert wie Jacobshagen. Jener prophezeit schon mal den großen Wurf. Mache Pentin Schule, setzten deutsche Unternehmen Millionen um.

In Pentin war schon mancher, den die Mehrheit der Deutschen kennt.“Frank Jacobshagen, Zahntechniker

Sven Jeske

Greifswalder entwickeln eine App fürs Spielen im norddeutschen Mittelalter.

20.03.2013

Das mit dem Abbruch von Gebäuden und Gebäuderesten im Gewerbegebiet Herrenhufen Süd beauftragte Unternehmen will 1,9 Millionen Euro von der Stadt. Das bestätigte die Pressestelle.

20.03.2013

Siebente Domglocke wird gegossen Greifswald — Am 22. März wird die siebente Glocke der Nikolaikirche in Karlsruhe bei der Firma Bachert gegossen. Die Verzierungen der neuen Glocke des Greifswalder Doms haben Karin Wurlitzer und Antje Heinrich-Sellering gestaltet.

20.03.2013