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Greifswald „Bei den Pfadfindern findet man Freunde fürs Leben“
Vorpommern Greifswald „Bei den Pfadfindern findet man Freunde fürs Leben“
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14:03 04.12.2018
Die Rover vom DPSG Pfadfinderstamm "Boddenkieker" präsentieren ihre selbst gestaltete Flagge, die beim „Fahnenklau“-Spiel auf dem Zeltplatz verwendet wird. Quelle: Steffi Ploch
Greifswald

Am Lagerfeuer sitzen, Gitarre spielen und durch die Natur wandern: Das sind gängige Klischees über Pfadfinder. Doch stimmen sie? Susan Dirhold sagt: „Es kommt dem schon sehr nahe. Allerdings gehen unsere Tätigkeiten noch weit darüber hinaus.“

Dirhold gehört zu den Pfadfindern vom Stamm „Boddenkieker“, der lokalen Untergliederung der christlichen Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG). Sozialer Status, Herkunft oder Konfession spielen keine Rolle. Deswegen, sagt Hennig Stallmeyer, Leiter der Pfadfinderstufe, bekommt jeder die gleiche Pfadfinderbekleidung, auch Kluften genannt. Typisches Merkmal: das Halstuch.

Der Pfadfinderstamm wird in vier, nach Alter getrennten Stufen geteilt. Jede Stufe hat eigene Grundsätze. Vorstellungen einer idealen Welt thematisieren und weiterspinnen oder über Ideen für Zukunftsbilder reden gehören zum Beispiel bei den Rovern, den Pfadfindern im Alter von 16 bis 21 Jahren dazu. Doch sie lernen vor allem eines: Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Natur zu übernehmen.

Die Tätigkeiten eines Pfadfinders sind sehr vielfältig

Das Motto der Pfadfinder „Die Welt ein kleines bisschen besser machen, als wir sie vorgefunden haben“ hat jeder von ihnen verinnerlicht. Die Ferienlager gehören zu den Besonderheiten der Gruppe. „Zehn Tage wandern wir durch die Natur, zelten und lernen auch mit wenigen Dingen, die wir dabei haben, in Luxus zu leben“, sagt der 25-jährige Stallmeyer. Zuletzt ging es nach Schweden und in deutsche Gebirge. „Hilfsbereitschaft und das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe wird durch diese Touren immer sehr stark gefördert“, sagt Stallmeyer, der mit neun Jahren bei den Pfadfindern anfing.

Mit der Natur in Einklang leben und natürliche Ressourcen nutzen, steht bei der Gruppe im Vordergrund. „Wir versuchen das ’zurück-zu-den-Wurzeln’-Prinzip anzuwenden. Also ohne Handy und Elektronik raus kommen, die Natur zu erleben und sie zu genießen. Und natürlich auch die zwischenmenschlichen Kompetenzen zu stärken“, erklärt der 17-jährige Paul Hanöver, der inzwischen zu den Rovern gehört. Mit sieben Jahren kam er das erste Mal zu den Pfadfindern. Um einen internationalen Austausch zu fördern, finden regelmäßig Zeltcamps statt, zu dem Pfadfinder aus der ganzen Welt eingeladen sind. 2015 war Hanöver in Japan: „Da waren wir knapp 30 000 Pfadfinder. Es war eine tolle Erfahrung. Wir haben uns super verstanden, wir haben ja die gleichen Interessen. Auch Abzeichen haben wir dort getauscht.“

Wöchentlich treffen sich die Stufen zu einer Gruppenstunde. Dort werden Projekte geplant, Knoten gelernt oder auch Möbel wie Campingstühle oder Tische selbst hergestellt. Die Gruppen entscheiden selbst, worauf sie Lust haben und werden von den Leitern der Gruppe geführt. „Das ist für mich wie ein Jugendtreff. Wir sind eine Gruppe, die gemeinsame Interessen haben und an einer Sache arbeiten oder auch nur mal gemütlich beisammen sitzen“, schwärmt Paul Hanöver. „Das Gemeinschaftsgefühl und auch die Verbundenheit mit der Natur gefallen mir hier sehr“, so Hanöver weiter. Die 18-jährige Sophia Metrophan sieht es ähnlich: „Es ist eine schöne Freizeitbeschäftigung. Man kommt raus in die Natur, trifft viele nette Leute und entflieht für einen kurzen Augenblick dem Alltag“, sagt sie. „Und das Pfadfinderleben verbindet.“

DPSG Stamm Boddenkieker

Der Pfadfinderstamm wurde 1997 in Greifswald gegründet. Derzeit gibt es etwa 50 Mitglieder. Der Stamm unterteilt sich in getrennte Stufen: Wölflinge: 7 –10 Jahre, Jungpfadfinder: 10 – 13 Jahre, Pfadfinder 13 –16 Jahre, Rover: 16 – 21 Jahre

Stefanie Ploch

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