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Greifswald Bereits 500 Norovirus-Fälle im Landkreis
Vorpommern Greifswald Bereits 500 Norovirus-Fälle im Landkreis
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00:00 09.02.2018
Zinnowitz/Greifswald

Erbrechen und starker Durchfall: Wen der Noro-Virus erwischt hat, kann sich auf eine Pause einstellen. Im Landkreis Vorpommern- Greifswald hat es in diesem Jahr bereits mehr als 500 Männer und Frauen erwischt, die sich mit den Viren angesteckt haben. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen, denn der Landkreis gibt nur die tatsächlich gemeldeten Zahlen heraus. Wer nicht zum Arzt geht, taucht in der Statistik nicht auf. Wie Landkreissprecher Achim Froitzheim mitteilt, ist die Anzahl der Infektionen in den vergangenen Wochen deutlich angestiegen.

Die Grippeschutzimpfung sollte jährlich aufgefrischt werden. Quelle: Foto: Fredrik Von Erichsen/dpa

Auch zahlreiche Influenzafälle, die klassische Grippe, wurden dem Gesundheitsamt des Landkreises bereits gemeldet. „Bei den gemeldeten Fällen handelt es sich vorwiegend um Influenza-B-Fälle.

Insgesamt wurden 2018 bereits 133 bestätigte Influenzafälle gemeldet, davon 18 Influenza A – der Rest B“, berichtet Froitzheim. Zur Erklärung: Es gibt drei verschiedene Fälle der Erkrankungen: A, B und C.

Zum Vergleich: Im Jahr 2015 verzeichnete das Gesundheitsamt des Landkreises Vorpommern-Greifswald insgesamt 496 Grippefälle. Im Jahre 2016 waren es 991 Fälle und im vergangenen Jahr 878. Nach Angaben von Amtsärztin Dr. Marlies Kühn hat die Grippewelle in diesem Jahr vergleichsweise spät begonnen und ließ dann von Woche zu Woche eine deutliche Steigerung erkennen. Eine Häufung von Grippe-Erkrankungen kann nach Aussage der Amtsärztin durchaus bis in den Monat Mai anhalten.

Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales berichtete, wurden in der vergangenen Woche 454 Influenza-Infektionen im Land gemeldet. In der Woche zuvor seien es 249 gewesen. Besonders viele Infektionen wurden den Angaben zufolge nun mit 188 aus Rostock und dem Landkreis Rostock mit 87 gemeldet.

Der Verlauf der Grippewelle sei schwächer als in der Saison 2016/17. Seit Oktober seien 842 Influenza-Infektionen gemeldet worden, zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison waren es 1306. Damals starben sieben Menschen, die alle Risikogruppen angehörten. Für schwerst chronisch kranke Patienten ist in Absprache mit den Haus- und Fachärzten eine Impfung noch empfehlenswert.

Wie der Landkreis informiert, ist der trivalente Impfstoff (Impfstoff gegen drei Grippevirusstämme) noch verfügbar. Auch in den Gesundheitsämtern kann man dafür natürlich Impftermine bekommen.

Der tetravalente Grippeimpfstoff (gegen vier verschiedene Virusstämme), ist nur noch sehr schwer erhältlich. „Man sollte mal bei der Apotheke nachfragen“, so Froitzheim. Die Gesundheitsämter haben diesen Impfstoff in diesem Jahr gar nicht bekommen.

Hannes Ewert

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