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Die Fischerschule setzt auf Integration und individuelle Förderung / Gesundheitsschule ist sie auch

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In Hauswirtschaft kochen wir eigene Gerichte. So kann ich meiner Mutter zu Hause auch mal unter die Arme greifen.Jason Meyer (13), 7. Klasse

Greifswald. Heike Kagel (60) ist Schulleiterin an der „Erwin-Fischer-Schule“, einer Integrierten Gesamtschule (IGS). Für sie steht IGS für „Integration gehört zur Schule“. „Jeder Schüler verdient eine gute Bildung, unabhängig von Herkunft, Behinderung oder Stärken“, meint Kagel.

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Die Fischerschule setzt auf Integration und individuelle Förderung / Gesundheitsschule ist sie auch

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Die 390 Schüler (davon haben ungefähr zehn Prozent eine Behinderung) können die Berufsreife und die Mittlere Reife erwerben oder nach der 10. Klasse auf ein Gymnasium wechseln. Denn erst am Ende des Schuljahres wird die Zeugnisart bestimmt. Bis dahin werden alle Schüler gemäß einer einheitlichen Skala benotet. Diese Noten werden umgerechnet auf das für den Schüler passende Niveau. Aus der Übersichtsnote Drei wird für die Mittlere Reife so eine Zwei. „In Gesprächen mit Eltern und Kind können wir entscheiden, welchen Weg ein Schüler am besten einschlägt“, sagt Heike Kagel.

Leistungsstarke und Leistungsschwache werden in Mathematik, Englisch oder Deutsch gefördert. Sie arbeiten während der regulären Unterrichtszeit in Extragruppen. „Wir wollen Stärken fördern und Schwächen nicht bestrafen“, erklärt Heike Kagel. Zudem kann auf den Zeugnissen der Beruflichen und Mittleren Reife vermerkt werden, dass ein Schüler einen Gymnasialkurs in Englisch, Deutsch oder Mathematik hatte. Die besondere Stärke des Schüler in einem oder allen dieser Fächer reicht dafür aus.

Die Schule bekam bereits zweimal das „Berufswahlsiegel“. Damit wird eine vorbildliche Berufsorientierung ausgezeichnet. Einmal pro Monat berät ein Mitarbeiter der Arbeitsagentur die Jugendlichen. In der 7. Klasse werden Stärken und Schwächen der Kinder ausgewertet. Darauf aufbauend finden in der 8. Klasse Berufserkundungstage in Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk statt. In der 9. Klasse können Schüler in Betrieben arbeiten, um erste Erfahrungen zu sammeln.

In der „9+“ werden Schüler gefördert, die die neunte Klasse wiederholen müssen. Sie arbeiten zwei Tage pro Woche in Betrieben, an den anderen drei Tagen werden sie unterrichtet. Das Ziel ist eine Lehrstelle. Außerdem gibt es Nachhilfeangebote, bei denen Studenten des Nachhilfeinstituts Genius maximal zwei Kinder betreuen. Für Schüler mit Problemen gibt es eine Lernwerkstatt, in der sie einige Wochen bleiben, bevor sie in den Unterricht zurückkehren.

Etwas Besonderes sind die Sportklassen. Sie gibt es seit 2013 für sportbegeisterte oder talentierte Schüler ab der 5. Klasse. An Montagen werden diese Schüler von Leistungskontrollen befreit, falls am Wochenende ein Wettkampf stattfand. Die 24 Sportschüler werden von Sportlehrern und externen Übungsleitern wie dem bekannten Boxtrainer Horst Femfert (72) angeleitet. Es geht vor allem um die allgemeine Fitness.

Neben einer Sportschule ist die Fischerschule seit 2008 eine „Gesunde Schule“. Gesunde Ernährung, Hygiene oder Körperhaltung sind Themen im Unterricht und in Projekten. Im Hauswirtschaftskurs kochen die Schüler einmal pro Woche selbst und gehen dafür einkaufen. So lernen sie, gesunde von ungesunden Produkten zu unterscheiden. Denn bereits die Kindertage beeinflussen Langlebigkeit und Gesundheit aller Menschen.

Christopher Gottschalk

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