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Bioanorganische Chemie ist jetzt weiblich besetzt

Greifswald Bioanorganische Chemie ist jetzt weiblich besetzt

Prof. Carola Schulzke kam aus Hamburg über Dublin nach Vorpommern. Sie hat viel Geld mitgebracht.

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Carola Schulzke an einem neuen Diffraktometer zur Anlayse der Struktur von Verbindungen.

Quelle: Eckhard Oberdörfer

Greifswald. In Greifswald habe ich endlich wieder richtigen Schnee gesehen, freut sich Carola Schulzke. Die 43-Jährige ist seit Beginn des Wintersemesters 2012/13 Professorin für Bioanorganische Chemie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Unter Schneemangel hat sie zuvor auf der „Grünen Insel“ gelitten. Seit 2009 war die Wissenschaftlerin Assistenzprofessorin am Trinity College in Dublin. „Mit dem Wetter in Irland konnte ich mich nicht anfreunden“, erzählt die Wissenschaftlerin. Nur das Bier, das fehle ihr ein wenig, aber Guiness gibt es ja auch in Deutschland.

Schulzke ist schon richtig gut in Greifswald angekommen. Ihr gefällt es hier, zumal sie Wasser mag und gern taucht und segelt. Schulzke mag die Lehre und schwärmt von den wissbegierigen Greifswalder Studenten. Das neue Biochemieinstitut biete sehr gute Arbeitsbedingungen. Mit der Annahme des Rufs nach Greifswald ist Schulzke nach Norddeutschland zurückgekehrt. Sie wurde in Hamburg geboren, hat an der Elbe studiert und dort auch im Jahr 2000 den Doktorgrad erworben. Schulzke ist dann den neuen Weg zum Lehrstuhlinhaber gegangen, also nicht über die Habilitation. Sie wurde Juniorprofessorin an der Georg-August-Universität in Göttingen.

Warum sie Chemie studiert hat? „Ich hatte einen tollen Chemielehrer in Hamburg“, begründet sie. Sonst wäre Carola Schulzke wohl Physikerin geworden.

Nach Greifswald hat sie viel Geld mitgebracht, etwa 1,5 Millionen Euro für ein lebenswissenschaftliches Forschungsthema. Der ERC (European Research Council) Starting Grant wurde von der EU eingeführt, um junge Spitzenforscher mit ausgezeichneten Ideen zu fördern. Das Projekt läuft seit 2012. Schulzke befasst sich mit Metallen, die der Organismus für die Durchführung bestimmter Reaktionen benötigt. „Meine Spezialität sind Molybdän und Wolfram“, erzählt Schulzke. Eine Verbindung, die Molybdän enthält, wird benötigt, um bestimmte Schwefelverbindungen zu oxydieren, damit sie der Körper ausscheiden kann. Wenn das nicht funktioniert, kann das zum Tod führen. So auch bei Neugeborenen, denen diese Molybdänverbindung fehlt. Die Forschung von Carola Schulzke und ihrer Potsdamer Kooperationspartnerin Prof. Silke Leimkühler führt hoffentlich zur Entwicklung eines Medikaments, das dagegen hilft.

In den ersten Greifswalder Monaten ist die Professorin ganz in der neuen Arbeit aufgegangen. „Mein Mann fängt mich auf“, sagt sie. Er ist derzeit Hausmann, hält ihr den Rücken frei. Zur Familie gehört auch noch ein Hund. In ihrem Büro gibt es ein Foto von ihm. Eckhard Oberdörfer

OZ

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