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Greifswald Blau-Weiß mit furioser Aufholjagd
Vorpommern Greifswald Blau-Weiß mit furioser Aufholjagd
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00:05 27.09.2016

Der sechste Spieltag in den Landesligen nahm für die drei Greifswalder Vereine ein positives Ende: Während der FSV Blau-Weiß für seine Aufholjagd gegen Gnoien belohnt wurde, konnte sich die Zweitvertretung des GFC ein 0:0 bei Tabellenführer Bölkow erkämpfen. Auch die SG Karlsburg/Züssow bleibt nach dem 3:0-Erfolg gegen Penkun in der Erfolgsspur.

Beim Spiel zwischen seinem FSV Blau-Weiß Greifswald und Gnoien hatte Torhüter Tom Borchardt (am Ball) alle Hände voll zu tun. Quelle: Werner Franke

Ein absolut gerechtfertigter Sieg für uns.“Richard Troge, SG Karlsburg/Züssow

Die Verbandsliga-Reserve des Greifswalder FC erwischte nach dem Aufstieg einen tollen Start in der Landesliga und hatte in Bölkow beim ungeschlagenen Tabellenführer ein echtes Spitzenspiel vor der Brust. Die Kicker von Matthias Raths erkämpften sich beim Staffelfavoriten ein 0:0-Unentschieden und kletterten durch die gleichzeitige Niederlage von Warnemünde auf den zweiten Tabellenplatz.

Ein Erfolgserlebnis konnten auch der FSV Blau-Weiß Greifswald verbuchen: Gegen Gnoien lag man zur Pause bereits mit 0:3 zurück, erzwang aber noch ein 3:3. Dank zweier Siege über Richtenberg und Anklam im Pokal wähnte sich der FSV zuletzt auf dem aufsteigenden Ast, wurde aber durch die Derby-Niederlage am letzten Wochenende jäh auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Dass nun mit Gnoien der Tabellenvierte am St. Georgsfeld gastierte, machte die Situation für die abstiegsbedrohten Greifswalder nicht leichter. Coach Andreas Reiter schickte dieselbe Elf auf den Platz wie vor einer Woche, musste aber mitansehen, wie der Beginn verschlafen wurde. Schon nach wenigen Sekunden setzte der GSV nach einem Einwurf einen Ball an das Lattenkreuz. Nach sechs Minuten gingen die Gäste bereits in Führung. Thomas Klipps traf nach einer Ecke per Kopf. Nun wehrte sich Blau-Weiß und kreierte Chancen. Marco Sander und Maximilian Klug zielten aber jeweils zu hoch. Nach einer guten halben Stunde gelang stattdessen den Gnoienern ein Doppelschlag. Erst stand Jan-Christoph Israel nach einem Eckball goldrichtig, dann erhöhte Robert Lewerenz nach einem Ballverlust der Greifswalder Defensive.

Zur Pause schienen die Messen gelesen. Reiter stellte auf Dreierkette um und der FSV agierte nun hinten schnörkellos und vorn entschlossener. Schon in der 50. Minute trugen die Änderungen Früchte.

Der in Szene gesetzte Sander vollstreckte gegen Keeper Philipp-Peter Franke. Die Hereinnahme von Justus von Woedtke und Armin Stark kurz darauf sorgte für zusätzlichen Schwung und Gnoien begann zu wanken, als Jan Ehlert in der 67. Minute nach traumhaftem Fernschuss von Ludwig Voß zum Anschluss abstaubte. Zehn Minuten vor dem Ende war es wieder Ehlert, der eine Freistoßflanke per Kopf veredelte und somit ausglich. Schließlich stand die Partie auf des Messers Schneide. Gnoien wurden wegen Abseits und vorhergegangenem Foulspiel zwei Treffer aberkannt, doch auch Blau-Weiß hätte noch gewinnen können. Das Unentschieden war am Ende aufgrund zweier völlig verschiedener Halbzeiten leistungsgerecht.

Den einzigen Sieg fuhr die SG Karlsburg/Züssow beim punktgleichen Rivalen Penkuner SV ein. Der Gastgeber demonstrierte in den ersten Minuten, dass er von Beginn an gewillt war, seinen Heimvorteil in einen Erfolg umzumünzen. Denn die Penkuner starteten enorm schwungvoll in die Partie und setzten die SG gehörig unter Druck, die sich dem kaum erwehren konnte, doch dann mit dem ersten Angriff gleich Nägel mit Köpfen machte. Nach einem Löwe-Freistoß stieg Troge am höchsten und nickte den Ball ein (4.). Und die SG konnte gegen stürmische Penkuner sogar noch nachlegen. Troge diesmal als Vorbereiter mit langem Pass auf Henkel, der sich unnachahmlich gegen zwei Gegenspieler durchsetzte und zum 2:0 traf (24.).

Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause. Der Gastgeber war mit dem Wiederanpfiff auf den frühen Anschlusstreffer aus, um das Spiel so noch einmal spannend zu gestalten, ließ seine Möglichkeiten aber ungenutzt verstreichen. Besser machte es die SG, die mit einem Konter für klare Fronten sorgte. Nach Seehausens Sprint über das halbe Spielfeld konnte Schuldt seinen Querpass zum 3:0-Endstand verwerten. Der Widerstand der Penkuner war gebrochen, die SG brachte die Partie souverän zu Ende. Mit einer reifen Leistung fuhr man einen verdienten Sieg ein. So empfand es auch Torschütze Richard Troge: „Wir haben kaum etwas zugelassen und nach vorne sind wir immer für ein Tor gut. Aufgrund unserer guten Defensivarbeit ist das heute ein absolut gerechtfertigter Sieg für uns.“

Maximilian Klug und Andreas Bruger

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