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Botaniker der Uni wollen heimische Obstsorten bewerben

Greifswald Botaniker der Uni wollen heimische Obstsorten bewerben

13 regionale Fruchtbäume wurden im Arboretum gepflanzt. 600 Euro kamen bei einer Spendenaktion dafür zusammen.

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Apfel, Birne, Pflaume und Kirsche: Zahlreiche Helfer setzen die 13 Obstbäume im Heidegarten des Arboretums in die Erde.

Quelle: ran

Greifswald. Sie heißen „Pommerscher Krummstiel“ (Apfel), „Nordhäuser Winterforelle“ (Birne) oder „Große Grüne Reneklode“ (Pflaume). Namen, die dem Laien auf den ersten Blick nicht viel sagen. Das soll sich nach den Wünschen der Botaniker der Greifswalder Ernst-Moritz-Arndt-Universität ab sofort aber ändern. Am Sonnabend wurden diese Obstbaumsorten im Arboretum gepflanzt. „Wir wollen zeigen, dass das Angebot im Supermarkt bei Weitem nicht alles ist“, erklärt Monique Wölk vom Institut für Botanik und Landschaftsökologie.

Die Wissenschaftlerin organisierte die Spendenaktion „Ein Baum für meine Uni“, um die Vielfalt der heimischen Obstpflanzen zu unterstreichen. 77 Spender beteiligten sich bisher an der Aktion. Der Zwischenstand der Einnahmen liegt bei 1400 Euro. Allerdings wird diese Summe nicht komplett in die Baumpflanzaktion investiert. „Die Spender können selbst bestimmen, wofür ihr Geld verwendet wird“, so Wölk. Neben den Obstbäumen können die Gelder auch in die Aktionen „Zukunftswald“ oder „Greifenweisheit“ der Uni fließen. Diese Projekte befassen sich mit der Pflanzung von Laubgehölzen oder dem Bestandsschutz im Wirtschaftswald der Hochschule.

Für die Obstbäume kamen etwa 600 Euro zusammen, von denen nun 13 Bäume im Heidegarten des Arboretums in den Boden gesetzt werden konnten. „Ich freue mich immer, wenn Obstbäume gepflanzt werden. Das wird viel zu wenig gemacht in Greifswald“, begründet Michael Manthey seinen Einsatz. Besonders für Familien sei es schön, sich über die verschiedenen Sorten informieren zu können.

„Die heimischen Obstbäume erfreuen sich einer gewissen Renaissance“, sagt Peter König, Leiter des Botanischen Gartens. Dennoch sei es nicht einfach gewesen, die sieben Apfel-, zwei Birnen-, zwei Pflaumen- und zwei Süßkirschenpflanzen zu bekommen. „Eine Baumschule aus der Nähe von Jarmen hat uns helfen können“, so König.

 



Reik Anton

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