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Greifswald Boxer Abraham tankt Kondition auf Usedom
Vorpommern Greifswald Boxer Abraham tankt Kondition auf Usedom
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00:00 11.03.2013
Selbstbewusst: Der Boxer trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift „King Arthur Abraham“. Quelle: Andreas Dumbke
Zinnowitz

Unberührte Natur, gesunde Ostseeluft und Wellnessmöglichkeiten „an jeder Ecke“ — das sind einige der großen Pfunde, mit denen die Insel Usedom wuchern kann. Immer wieder treibt es Spitzensportler aus dem In- und Ausland auf die Sonneninsel. Aktuell bereitet sich gerade Boxweltmeister Arthur Abraham in Zinnowitz auf seinen kommenden WM-Kampf vor.

Der mittlerweile 33-jährige Abraham verweilt insgesamt drei Wochen im Ostseebad und befindet sich momentan mitten in der Sparringsphase, wie sein Trainer Ulli Wegner erzählt. „Zuvor waren wir eine Woche in Kienbaum. Jetzt arbeiten wir hier an der Strategie und der richtigen Taktik für den bevorstehenden Kampf. Anfangs hatten wir ja auch ein Riesenglück mit dem Wetter. Das war perfekt für Training und Läufe am Strand“, so der 70-jährige Erfolgstrainer, der mit Schützlingen wie Arthur Abraham, Markus Beyer, Marko Huck und Sven Ottke schon jede Menge Erfolge verbuchen konnte.

Ganz nebenbei outete er sich auch als Fußballfan: „Auch dort kommt es ähnlich wie beim Boxen neben dem Talent auch auf die richtige Taktik an.“ Und an der richtigen Strategie wird beim Training in der Zinnowitzer Sportschule nun unentwegt gearbeitet. Bis zu dreimal am Tag bekommt Abraham die ab und an auch mal harte Hand seines Trainers zu spüren: „Manchmal wird es auch etwas lauter zwischen uns. Aber es ist eher so etwas wie eine Vater-Sohn-Beziehung. Da gibt es ja auch manchmal Streit. Ohne den nötigen Respekt zum Trainer ist man als Boxer verloren“, sagt der amtierende WBO-Weltmeister.

Auch der WM-Kampf gegen Robert Stieglitz am 23. März in Magdeburg wird sicher wieder harte Arbeit. „Stieglitz gilt als Tempoboxer. Er wird Arthur von Beginn an unter Druck setzen. Da müssen wir den richtigen Hebel finden, um zu kontern“, sagt Wegner. Zu diesem Zweck wurden extra Sparringspartner verpflichtet, die dem Stil von Stieglitz nahe kommen. Und wenn sich darunter Freunde oder Bekannte befinden? „Da ist Professionalität gefragt. Das muss man sportlich nehmen.“

Seine ersten Sporen im Profiboxen verdiente sich Abraham selbst als Sparringspartner von Sven Ottke. Dies war übrigens auch seine erste Berührung mit Usedom: „Als ich damals aus dem Hotelfenster die Ostsee sah, war es um mich geschehen. Seitdem komme ich immer wieder gern hier her“, nennt Abraham weitere Gründe.

Den Gerüchten, dass er in Zukunft wieder im Mittelgewicht antreten will, erteilt er eine Absage: „Das schaffe ich nicht mehr. Ich habe von Hause aus wenig Fettgewebe, so dass es zu anstrengend wäre, das Gewicht wieder zu reduzieren.“ Neben dem Boxen engagiert sich der gebürtige Armenier in sozialen Fragen. Mit Hilfe seiner Stiftung unterstützt er behinderte Kinder in seinem Heimatland und in Deutschland mit Kleidung.

Apropos Kinder: Wie sieht es im Hause Abraham eigentlich mit der Familienplanung aus? „Konkret ist noch nichts. Ich möchte später einmal fünf Kinder haben, so eine richtige Großfamilie. Am liebsten wären mir drei Söhne.“

Schweiger im Tatort vermöbelt: „Hat Spaß gemacht“
Arthur Abraham hat in seiner Karriere schon viele Gegner bezwungen. Gestern Abend konnte man ihm auf ARD im Tatort dabei zusehen, wie er dem Kommissar Nick Tschiller (gespielt von Til Schweiger) eins auf die Mütze gibt. „Hat Spaß gemacht“, urteilte der Boxweltmeister nach dem Dreh über die Szene. Natürlich war dies nur ein Showkampf, der aber möglichst echt aussehen sollte. „Ein guter Boxer hat viel Gefühl, er kann seine Schläge steuern.“ Abraham sagte, er habe Schweiger zwischendurch immer wieder gefragt, ob es ihm weh tue. „Er hat stets Nein gesagt. Also haben wir weitergemacht.“

Andreas Dumke

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