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Büchnerstraße: Fast alle Autos fahren zu schnell

Greifswald Büchnerstraße: Fast alle Autos fahren zu schnell

Die Anwohner fordern Bremsschwellen und Poller zur Heinrich-Heine-Straße / Die Stadtverwaltung will handeln

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Viele Anwohner der Georg-Büchner-Straße kamen zu einem Treffen mit der OZ, um ihrem Unmut Luft zu machen.

Quelle: Eckhard Oberdörfer

Greifswald. Die Messungen waren eindeutig: 85 Prozent aller Autofahrer halten sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung, die in der Georg-Büchner-Straße in der Stadtrandsiedlung gilt. Das hat die Greifswalder Stadtverwaltung festgestellt, nachdem sich Anwohner beschwerten und die OZ nachfragte. „Darum werden wir Berliner Kissen aufbringen lassen“, kündigt Greifswalds Bausenator Jörg Hochheim (CDU) jetzt an; also Bremsschwellen auf der Fahrbahn.

OZ-Bild

Die Anwohner fordern Bremsschwellen und Poller zur Heinrich-Heine-Straße / Die Stadtverwaltung will handeln

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Die Büchnerstraße

1988erhielt die Georg-Büchner-Straße ihren Betonbelag. Das Material stammte aus dem Kernkraftwerk Nord. Die Straße entstand in Eigenleistung.

Die ersten Häuser bauten 1944 Kriegsgefangenen als Unterkunft für Kriegsflüchtlinge.

Ein erster Erfolg für die unzufriedenen Anwohner. Ihre Straße war Anfang 2016 zur Spielstraße erklärt worden, aber kaum einer halte sich bisher an die geforderte Schrittgeschwindigkeit, klagen sie.

Auch der Lärm sei enorm: Lkw und Autos rumpelten schon früh morgens hier durch und schreckten viele aus dem Schlaf. „Bei mir an der Ecke ist ein Gully, der Deckel macht bei jedem Hinüberfahren ,Ding Dong’“, erzählt etwa Anwohnerin Ingrid Weinke. „Ich bekomme kein Auge zu.“

Manuela Krassow ist erst vor drei Jahren wegen der Ruhe mit ihrer Familie in die Büchner-Straße gezogen. Aber diese Ruhe sei längst dahin, sagt sie. Viele Fahrer nutzen die Straße als Abkürzung, wenn sie von der Heinrich-Heine-Straße zur Loitzer Landstraße wollen oder umgekehrt. Luise Freudenberg (18) erzählt: „Als ich Kind war, konnte ich hier auf der Straße spielen. Das ginge heute gar nicht mehr.“

Anwohner Karsten Milz sorgt sich auch um die Stabilität der Häuser. Die Gebäude stammten aus den 1940er Jahren und seien nicht besonders robust gebaut, sagt er. Genau wie die anderen Anwohner ärgert er sich zudem darüber, dass der frühere Fußweg als allgemeine Verkehrsfläche genutzt wird. Der Grund gehöre den Anwohnern, sie müssten dafür Grundsteuern bezahlen. Dass der ganze Straßenraum befahren werden könne, verringere die Wohnqualität.

In einem Brief an den Vorsitzenden der Ortsteilvertretung Innenstadt, Erich Cymek (CDU) und seinen Stellvertreter Gamal Khalil (Bürgerliste) fordern die Anwohner zunächst die umgehende Aufpflasterung in drei Bereichen; schon als Gleichbehandlung mit den Anwohnern der Heinrich-Heine-Straße, die eine neue Straße inklusive Aufpflasterungen bekommen hätten.

„Unsere Fraktion wird das Anliegen unterstützen“, kündigte der Fraktionschef der Christdemokraten, Axel Hochschild, an. Und Gamal Khalil versprach, die Ortsteilvertretung Innenstadt werde sich mit dem Thema befassen.

Was Bremsschwellen bewirken können, ist allerdings umstritten. In Greifswald gibt es auch in anderen Straßen solche Aufpflasterungen, etwa in der Rubenow-, der Loeffler- und der Rathenaustraße. Autos mit großen Reifenabständen können die Kissen aber beim Überfahren in die Mitte nehmen. Nach Meinung der Anwohner in der Büchner-Straße müsste es daher auch ständige Verkehrskontrollen geben. Und am liebsten wäre ihnen, wenn an der Ausfahrt zur Heinrich-Heine-Straße Poller aufgestellt würden. Damit würde ihre Straße zur Sackgasse.

Von der Stadtverwaltung heißt es, solche Maßnahmen würden geprüft. Poller seien ungünstig, weil sie die Feuerwehr behinderten. Denkbar sei es aber, die Büchnerstraße als Einbahnstraße auszuweisen.

Dann dürfte sie nur noch von der Loitzer Landstraße in Richtung Heinrich-Heine-Straße befahren werden.

Eckhard Oberdörfer

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