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Greifswald Bürger lehnen Verlegung der Haltestelle in Wieck ab
Vorpommern Greifswald Bürger lehnen Verlegung der Haltestelle in Wieck ab
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00:00 15.01.2015
Die jetzige Bushaltestelle in Wieck. Quelle: Peter Binder
Greifswald

Eine Verlegung der Bushaltestelle an der Wiecker Brücke kommt für die Bürger nicht infrage. Temperamentvoll machten sie ihrem Unmut über den Vorschlag eines früheren Bereichsleiters für den Busverkehr, Manfred Adelsberger (die OZ berichtete), auf der Ortsratssitzung Luft.

„Ich wurde schon aufgefordert, dagegen Unterschriften zu sammeln“, informierte die Wieckerin Gerlinde Schnell. „Wir sind absolut gegen eine Verlegung. Der Weg für die Ladebower ist jetzt schon entsetzlich weit.“ Laut dem Vorsitzenden der Ortsteilvertretung, Bernd Lieschefsky (Bürgerliste), sind es von der Lachmundstraße 2,5 Kilometer. Der Ortsrat ist ebenfalls strikt gegen eine Verlängerung des Weges. „Die Vorverlegung der Haltestelle in Richtung Parkplatz ist meines Erachtens den Fahrgästen nicht zuzumuten“, stimmt der Chef der Verkehrsbetrieb Greifswald GmbH, Oliver Haarmann, zu. „Das wäre auch kostenintensiv.“ So müsste ein Bordstein gesetzt und die gesamte Haltestelle inklusive der elektronischen Anzeige vorverlegt werden.

Der Wirbel um die Haltestelle entstand durch eine Initiative der Steakhaus-Besitzer. Sie klagen, dass die Busse ihren Gästen die Sicht auf die Brücke nähmen. Außerdem würden die Terrassen von wartenden Fahrgästen genutzt, ohne etwas zu verzehren. Daraufhin habe der Verkehrsbetrieb bereits die Standzeit der Busse minimiert, erinnert Haarmann. So würden die Fahrer längere Pausen als zehn Minuten jetzt am Parkplatz verbringen. Und ab Frühjahr 2016 verkehrten Erdgasbusse, wodurch Staub, Lärm und so weiter verringert würden. „Die Bushaltestelle war vor den Gaststätten da“, kommentierte ein Wiecker.

Haarmann ist auch kein Freund der Nutzung der Wendeschleife Yachtweg. Die Idee: Es könnten Flusskreuzfahrer zusteigen, wenn deren Pier auf die Südseite verlegt würde. Auch würde der Bus nur noch kurz an der Brücke halten. Das brächte nicht mehr Fahrgäste und verursachte durch zusätzlichen Aufwand für Personal, Diesel und den Verschleiß 31000 Euro Mehrkosten im Jahr , so Haarmann. Mit den Stimmen der Mitglieder der CDU und der Linken wurde zum zweiten Mal seit 2012 ein Prüfauftrag an die Verwaltung für eine Verlegung der Haltestelle auf die Flussseite befürwortet. Noch in den 1960er Jahren sei der Bus hier abgefahren, erinnerte Ortsratsmitglied Christian Kruse (CDU). Reisebusse würden dort halten. Dass das Landesamt für Denkmalschutz die Verlegung bedenklich findet, weil damit die letzte freie Blickachse zum Ort zerstört würde, kann Lieschefsky nicht nachvollziehen. An gleicher Stelle standen lange Jahre Eiswagen.



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