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Bürger wollen Gehweg selbst reparieren

Greifswald Bürger wollen Gehweg selbst reparieren

Am Thälmannring sind Platten kaputt, der Weg ist wellig / Stadt sieht keinen kurzfristigen Handlungsbedarf

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Nach Regenfällen bilden sich immer großflächige Pfützen auf dem Gehweg vor dem Humboldtgymnasium.

Quelle: Foto: Peter Binder

Greifswald. Zerstörte Platten und gewellte Oberflächen – der Gehweg vor dem Humboldtgymnasium am Ernst-Thälmann-Ring ist sanierungsbedürftig. Das beklagen Bürger und Ortsteilrat Schönwalde II seit Jahren.

„Hier muss kurzfristig etwas passieren“, fordert Wolfgang Meier, dessen Sohn das Humboldtgymnasium besucht. „Bei Regen steht hier Wasser, es besteht Unfallgefahr.“ Meier kämpft seit Langem für Verbesserungen und ist enttäuscht, dass Zusagen der Stadt aus dem vergangenen Jahr nicht eingehalten wurden. Damals hieß es, dass Arbeiten am Kreuzungsbereich Makarenkostraße/Thälmannring 2017 beginnen würden und in diesem Zuge auch der Gehweg in einen ordentlichen Zustand versetzt werden würde (die OZ berichtete). Stadtsprecherin Andrea Reimann begründet die Verzögerung mit umfangreicheren Planungen als erwartet. So habe es keine Unterlagen der vorhandenen Straßenentwässerung gegeben. „Im Tiefbau- und Grünflächenamt und im beauftragten Planungsbüro fehlen Mitarbeiter“, sagt Reimann. Der Ingenieurmangel und die starke Auslastung von Baubetrieben sei immer stärker zu spüren.

Der jetzt vorliegende Entwurf werde intern geprüft. Außerdem müsse geklärt werden, ob Anwohnerbeiträge für den Straßenausbau erhoben werden müssen. Kurzfristigen Handlungsbedarf sieht Reimann indes im Gegensatz zu Wolfgang Meier am Thälmannring nicht. „Die Mitarbeiter des Tiefbau- und Grünflächenamtes haben sich den betroffenen Gehweg angesehen.“ Unfall- oder Gefahrenstellen seien nicht vorhanden, sagt Reimann unter Hinweis auf Fotos. Die kleinenWasserlachen sollten beherrschbar sein.

„Die Besichtigung erfolgte zum falschen Zeitpunkt“, kommentiert Meier diese Einschätzung. Er sei bereit, mit anderen Anwohnern unter fachkundiger Anleitung des Bauhofes bei der Gehwegreparatur zu helfen. Und Hilfe sei nicht nur am Thälmannring, sondern an vielen anderen Stellen im Stadtteil vonnöten.

Der stellvertretende Vorsitzende des Ortsrates Schönwalde II, Erik von Malottki (SPD), unterstützt Wolfgang Meier. Der junge Politiker, der auch in der Bürgerschaft sitzt, ist überzeugt, dass Mitglieder der Ortsteilvertretung und Einwohner so eine Selbsthilfeaktion unterstützen würden.

Der miese Zustand der Geh- und Radwege in Schönwalde II sei seit Jahren Thema auf den Sitzungen der Ortsteilvertretung. „Besonders für Ältere und junge Familien ist das ein echtes Problem“, bekräftigt von Malottki. „Wir haben daher beschlossen, für die nächste Sitzung der Ortsteilvertretung Bausenatorin Jeannette von Busse oder eine Vertretung einzuladen.“

Eckhard Oberdörfer

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