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Bürger wünschen sich Eisbahn — Politik lehnt ab

Greifswald Bürger wünschen sich Eisbahn — Politik lehnt ab

Die Stadt müsste um die 60 000 Euro in das zusätzliche Angebot während des Weihnachtsmarktes investieren / Sponsoren machen sich rar

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Bei den Stralsundern ist die Eisbahn auf dem Weihnachtsmarkt beliebt, die Stadtwerke konnten als Partner gewonnen werden.

Quelle: wbk

Greifswald. Die Idee ist nicht neu, doch niemand war bislang an die Umsetzung gegangen: Greifswalder wünschen sich seit langem eine Eisbahn auf dem Weihnachtsmarkt, so wie es sie in Stralsund, Neubrandenburg und anderen Städten gibt. Jetzt legt die Verwaltung einen Beschlussvorschlag auf den Tisch, um die Wünsche zu erfüllen. Doch die Politiker spielen nicht mit.

Grund: Die Fachgremien schätzen das Vorhaben als zu teuer ein.

Laut Ordnungsamtschef Steffen Winckler kostet eine Eisbahn mit den Maßen 15 mal 25 Meter bis zu 66 000 Euro — je nachdem, wie frostig oder milde sich der Dezember präsentiere. Da Weihnachtsmarkt und Fischerfest vom Kooperationspartner, der Großmarkt Rostock GmbH, als Einheit gesehen würden und es ein erklärtes Ziel sei, beide Veranstaltungen unterm Strich mit „Plus-Minus-Null“ zu beenden, müsste die Eisbahn aus dem Stadthaushalt finanziert werden. „Denn die Standgelder geben das nicht her“, sagt Winckler.

Für Ulrich Rose von der Alternativen Liste wäre der weitere Verzicht auf eine Eisbahn nicht schlimm: „Ich brauche auch keine Erdbeeren zu Weihnachten“, argumentiert er. Auch andere haben Skrupel, so viel Geld für diesen Spaß auszugeben: „Wir können dafür nicht ernsthaft 50000 Euro oder mehr in die Hand nehmen“, warnt Walter Noack von der CDU und plädiert für ein Sponsoring. Steffen Winckler trübt aber derlei Hoffnungen: „Wir konnten schon keine Sponsoren für das Public Viewing finden“, erinnert er. Frauke Fassbinder (Grüne) findet das „traurig“, immerhin gelang es ja auch den Stralsundern, die Stadtwerke für das Vorhaben zu gewinnen. Weshalb Katja Wolter von der FDP, die das Thema voriges Jahr bereits ins Rollen brachte, dazu ermuntert, den Kopf nicht in den Sand zu stecken: „Ja, es kostet Geld. Aber die ganze Stadt nörgelt, dass der Weihnachtsmarkt schlecht ist. Also sollten wir endlich kreativ sein“, fordert sie. Die Bürgerschaft muss zum Thema am 14. März ihr Votum abgeben.

• Stimmen Sie mit ab: www.ostsee- zeitung.de/umfragen:

Soll die Stadt 66000 Euro für eine Eisbahn ausgeben?

 



Petra Hase

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Greifswald
In Stralsund war die Eisbahn auf dem Weihnachtsmarkt sehr beliebt.

Einwohner Greifswalds wünschen sich seit Jahren nach dem Vorbild anderer Städte eine Eisbahn auf dem Weihnachtsmarkt. Jetzt legt die Verwaltung einen Beschlussvorschlag auf den Tisch. Doch die Politik findet das Vorhaben zu teuer.

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