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Greifswald Stadt und Kreis wollen Lösungen suchen
Vorpommern Greifswald Stadt und Kreis wollen Lösungen suchen
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01:53 24.02.2018
In der Kindertagesstätte „Sieben Raben“ des ILL Quelle: Peter Binder
Greifswald

Ein Ziel des Kita-Gipfels soll zunächst sein, eine bessere Datengrundlage zu ermitteln. „Wir wissen derzeit nicht, wie viele Krippen- und Kitaplätze fehlen oder in den kommenden Jahren zusätzlich benötigt werden“, sagt Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne). Die Aufgabe, diese Daten zu ermitteln, sieht er vorrangig beim Landkreis, der für die Bedarfsplanung zuständig ist. In den vergangenen Monaten standen Stadt- und Kreisverwaltung in der Kritik, weil die Zahlen nicht bekannt sind. Mitunter ist von 100, 150 oder gar 300 fehlenden Plätzen die Rede. Teilweise wird von Verwaltungsseite jedoch bestritten, dass überhaupt Plätze fehlen, weil es keine Klagen gegen den Landkreis gibt. „Dieses Argument mutet angesichts der Probleme vieler Eltern dieser Stadt zynisch an“, schreibt der Frauenbeirat in einem offenen Brief. Antonia Lenz und Ruth Terodde, die beiden Unterzeichnenden, kennen mehrere Fälle, in denen Mütter ihre Elternzeit unfreiwillig verlängern mussten, weil sie weder einen Krippenplatz noch einen Platz bei einer Tagesmutter erhalten haben. „Eltern können weder die Zeit noch die Nerven für ein langwieriges Klageverfahren aufbringen. Sie haben jedoch einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für ihr Kind“, heißt es weiter im Schreiben. Die Stadt stehe in der Pflicht, schnellstmöglich verlässliche Zahlen vorzulegen. 

Zweites Ziel des Kita-Gipfels soll nach Angaben von Fassbinder sein, einen Überblick über alle feststehenden und geplanten Neubauvorhaben zu erarbeiten und zu erfragen, welche Rahmenbedingungen die Träger möglicherweise für ein neues Vorhaben benötigen. „Außerdem wollen wir künftig beim Bau neuer Wohngebiete als Stadt die Vorgabe machen, dass eine Kindertageseinrichtung entstehen muss“, sagt Fassbinder

Der Frauenbeirat kritisiert darüber hinaus das Vergabeverfahren für Krippen- und Kitaplätze. Der Landkreis bittet Familien, das Online-Portal Kitaplaner zu nutzen. Parallel gibt es jedoch in den Einrichtungen handschriftliche Listen. „Hier existieren zwar oft jahrelange Wartelisten, deren Reihenfolge jedoch durch persönliche Beziehungen verändert werden kann“, heißt es im offenen Brief des Frauenbeirates. Das Online-Anmeldeportal funktioniert zudem bislang nicht optimal, weil nur 70 Prozent der Kindertagesstätten im Kreis beim Portal mitmachen. Das räumt Dirk Scheer, Sozialdezernent des Kreises, ein. Der Frauenbeirat fordert Gegenmaßnahmen, die die Bürgerschaftsfraktion Grüne/Forum 17.4 nun aufgreift. 

„Nur wenn alle Träger das Onlineportal verpflichtend nutzen, kann Gewissheit über den tagesaktuellen Stand der vergebenen Plätze erlangt werden“, sagt Alexander Krüger, Vorsitzender der Bürgerschaftsfraktion Grüne/Forum 17.4. Daher fordert seine Fraktion, dass alle Tagespflegepersonen und Kindertageseinrichtungen zur Teilnahme verpflichtet werden. Dieser Passus soll in einer Beschlussvorlage der Sozialdemokraten ergänzt werden, die heute Thema während der Bürgerschaftssitzung in der Stadthalle ist (Beginn 17 Uhr). Die SPD fordert die schnellstmögliche Schaffung einer ausreichenden Anzahl von Krippen- und Kitaplätzen

Kita-Portal: 

www.kreis-vg.de/Leben/

OZ

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