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Bürgerstiftung unterstützt Ehrenamt

Greifswald Bürgerstiftung unterstützt Ehrenamt

Von Dorfzeitung über Schulprojekte bis Kirchensanierung: Die Bürgerstiftung Vorpommern hilft bei vielen Vorhaben. Im vergangenen Jahr wurden 23000 Euro für die Unterstützung ehrenamtlichen Engagements ausgereicht. Damit auch künftig schnell geholfen werden kann, sind Zustifter vonnöten.

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Der Vorstand der Bürgerstiftung Vorpommern: Michael Hietkamp, Monika Meyer-Klette und Arthur König sowie der Vorsitzende des Stiftungsrates, Michael Bartels (v.r.).

Quelle: Foto: Cornelia Meerkatz

Greifswald. Ob Jugend- und Altenhilfe, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur, Sport oder Umwelt- und Naturschutz – die Bürgerstiftung Vorpommern unterstützte 2017 vielfältige Projekte, bei denen sich Menschen ehrenamtlich und gemeinnützig eingebracht haben. „Es gibt keinen Bereich, in dem wir nicht aktiv sind. Tolle Vorhaben könnten oft nicht umgesetzt werden, weil finanzielle Unterstützung fehlt. Wir können da vielfach helfen“, beschreibt Michael Hietkamp vom Stiftungsvorstand das Wirken der Bürgerstiftung.

Unterstützt wurden im vergangenen Jahr die Grundschulen in Gützkow, Kemnitz und Züssow bei Projekten zur gesunden Ernährung, der Chor von St. Spiritus für die Erstellung seiner Chronik, die Jugendhilfestation Greifswald bei einer Bildungsfahrt, das Bugenhagenfest zum Reformationsjubiläum, ein Kinderferienprojekt, das Studententheater Greifswald, der Kulturverein Lebbin, das Pommersche Landesmuseum für den Eintritt von Kindern und Jugendlichen zur Ausstellung „Luthers Norden“, die Jugendabteilung des Fußball Clubs Anklam, das Projekt „Seniorpartner in School“, die Kirchengemeinde St. Jacobi für Sanierungsarbeiten, die Dorfzeitung Kemnitz, die Initiative Achteck-Schach und die Talentförderung der Musikschule Greifswald. „Wir haben insgesamt 21000 Euro für diese Vorhaben ausgereicht. Die Summen selbst schwankten zwischen kleineren Beträgen von 300 Euro bis in den vierstelligen Bereich“, erläutert Hietkamp. Gut angenommen wurde auch das stiftungseigene Projekt „einLaden“ in der Bachstraße, das als Begegnungszentrum konzipiert wurde.

Dass im zurückliegenden Jahr so viele Vorhaben gefördert werden konnten, sei der vorteilhaften Lage zu verdanken, „über ein sehr auskömmliches Stiftungskapital von knapp 673000 Euro zu verfügen“, betont der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, Arthur König. Daran hätten die beiden Gründer, der Pommersche Diakonieverein und die Volks- und Raiffeisenbank, erheblichen Anteil. Alljährlich gebe es zudem kleinere und größere Zuwendungen für die Stiftung, „dadurch können viele Anträge auf Unterstützung positiv beschieden werden“, so König. So seien im Jahr 2017 insgesamt 24 000 Euro dazugekommen. Dazu gehörte der Gewinn des mit 5000 Euro dotierten Förderpreises der Stiftung „Aktive Bürgerschaft“, aber auch 12000 Euro für den Zuwendungsfonds Bürgerhafen. Dennoch sei es nach Königs Worten wichtig, dass sich weitere Zustifter finden, also Menschen, die Geld in die Stiftung einzahlen. „Das können Firmeninhaber sein, Handwerker, aber auch Privatpersonen. Verfügt werden kann auch, ob das Geld generell für die Zwecke der Stiftung oder explizit nur für den Bürgerhafen verwendet werden soll“, sagt Hietkamp. Die kleinste Zustiftung beträgt 500 Euro. Sie kann auch über mehrere Monate in 50-Euro-Schritten angespart werden. Nach oben ist die Summe der Zustiftungen unbegrenzt. „Es geht uns aber nicht darum, nur das Geld auf einen großen Haufen zu legen und zu verteilen“, erläutert Michael Hietkamp. Es könne auch Zeit gespendet werden, um sich an bestimmten Projekten zu beteiligen bzw. um im einLaden mitzuarbeiten.

„Wir wollen einfach den hier im Norden noch nicht so häufig vorkommenden Stiftungsgedanken verbreiten und damit das ehrenamtliche Engagement beflügeln“, argumentiert Michael Bartels, Vorsteher des Pommerschen Diakonievereins und Vorsitzender des Stiftungsrates. Die Bürgerstiftung Vorpommern hat derzeit insgesamt 44 Stifter.

Cornelia Meerkatz

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