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Greifswald CDU fordert Verbot von „Liebesleben“-Plakaten
Vorpommern Greifswald CDU fordert Verbot von „Liebesleben“-Plakaten
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10:18 16.11.2016
„Die Darstellung von zwei unbekleideten Menschen die auf einem Nachttisch offensichtlich kopulieren, hat im öffentlichen Raum nichts zu suchen“, findet CDU-Fraktionschef Axel Hochschild. Quelle: CDU
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Greifswald

Ein nacktes Liebespaar beim Geschlechtsverkehr, darunter die Aufforderung „Benutzt Kondome“. Die bundesweite Plakatkampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat die CDU in Greifswald in Wallung gebracht. In den Plakaten mit den comicartig gestalteten Darstellungen sieht die CDU eine Missachtung des Kinder- und Jugendschutzes. Sie fordert am Dienstag Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) in einem Brief auf, gegen die im Stadtgebiet ausgebrachten Plakate vorzugehen, auf denen sexuelle Handlungen zu sehen sind.

Liebesleben-Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Quelle: BZGA
Liebesleben-Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Quelle: Bundeszentrale Für Gesundheitliche Aufklärung
Liebesleben-Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Quelle: BZGA
Liebesleben-Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Quelle: Bundeszentrale Für Gesundheitliche Aufklärung

Die Stadtspitze sieht keinen Handlungsbedarf für ein Verbot. „Die Plakate zeigen keine pornografischen Darstellungen, es geht eindeutig um Aufklärung“, sagt Fassbinder. Die Stadt Greifswald müsse keine anderen Maßstäbe anlegen als eine Einrichtung der Bundesregierung.

Der Greifswalder CDU-Fraktionschef Axel Hochschild kritisiert, dass die Plakate „blickfangmäßig“ die Darstellung und Hervorhebung des Geschlechtsverkehrs betonen. Er beschreibt die Plakate als „obszön“ und „grob anstößig“.

„Es ist zu beobachten, wie gerade kleine Kinder durch die Darstellungen als Comic besonders aufmerksam reagieren“, schreibt Hochschild an den OB. Er sieht darin eine Ordnungswidrigkeit.

Fassbinder sagt, er habe Zweifel, ob die Plakatinhalte überhaupt anstößig wirken könnten. Schließlich gehe es um gesundheitliche Aufklärung.

Die Plakatserie wird seit Mai an verschiedenen Standorten in Greifswald gezeigt. Orte und Motive wechseln in regelmäßigen Abständen.

OZ/dpa

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