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Greifswald Campingplatz: Ohne Verkauf keine Eröffnung
Vorpommern Greifswald Campingplatz: Ohne Verkauf keine Eröffnung
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16:06 16.02.2018

Wird der Campingplatz „An der Dänischen Wiek“ in Eldena zur Saison 2018 wiedereröffnet? Der blieb 2017 zu, weil sich Stadt und Investor Carsten Becker um den Verkauf von Grundstücken streiten.

Rainer Steffens PETER BINDER Quelle: FOTO:

Er sehe keinen Grund, der gegen die Öffnung des Campingplatzes 2018 spreche, so Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) auf der Sitzung des Hauptausschusses der Bürgerschaft auf Nachfrage von Peter Multhauf. Der Linkenpolitiker sprach sich in seiner Stellungnahme dafür aus, alles zu tun, damit der Platz 2018 wieder Gäste empfängt und forderte den OB zur Unterstützung auf. Der jetzige Zustand sei blamabel für die Stadt.

Für Campingplatzbetreiber Carsten Becker steht indes fest: Wenn ihm die städtischen Grundstücke auf dem Campingplatzgelände nicht verkauft werden, dann bleibt der Platz geschlossen.

Der Hintergrund: Der Hauptausschuss der Bürgerschaft hatte mit knapper Mehrheit von Abgeordneten der Linken, SPD sowie Grüne/Forum 17.4 entschieden, in der Mitte des Campingplatzes gelegene Flächen nicht zu verkaufen, sondern nur zu verpachten. Becker argumentiert, dass eine Veräußerung an Investoren das übliche, angemessene und ihm ursprünglich auch fest zugesagte Vorgehen sei. Ein großer Teil des Platzes gehört ihm bereits.

Um den Konflikt zu lösen, schlug Rainer Steffens (CDU) im Hauptausschuss ein Mediationsverfahren vor. Das lehnte Fassbinder ab. Er sieht dafür keinen Grund, weil er auf der Grundlage der Bürgerschaftsbeschlüsse handele. Laut OB müsse Becker auch den Verpflichtungen zum Betrieb eines Campingplatzes aus seinem aktuellen Pachtvertrag nachkommen. „Das klingt nach Eskalation“, kommentierte Steffens. Der Investor weist den Vorwurf der Nichterfüllung seiner Verpflichtungen zurück. Im Vertrag mit der Stadt heiße es, dass ihm die städtischen Flächen zur Errichtung und nicht dem Betreiben eines Platzes verpachtet würden. Das mache er, argumentiert Becker unter Verweis auf die Arbeiten für den Bau einer neuen Zufahrt an der Wolgaster Landstraße.

Peter Multhauf sieht indes gute Chancen für eine Lösung des Konfliktes in naher Zukunft. „Ich überlege derzeit gemeinsam mit anderen Bürgerschaftsmitgliedern, wie die Wiedereröffnung des Campingplatzes im Frühjahr dieses Jahres trotz aller Probleme zu erreichen ist“, sagte er auf OZ-Nachfrage.

eob

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