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Chefwechsel im Amt für Raumordnung

Greifswald Chefwechsel im Amt für Raumordnung

24 Jahre lang hat Christiane Falck-Steffens die Geschicke des Landesamtes für Raumordnung in Greifswald gelenkt. Nun geht sie in den Ruhestand. „„Wir haben Vorpommern vorangebracht““, ist Falck-Steffens überzeugt und verweist auf zahlreiche Aktivitäten zur Stärkung der Region.

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Amtsleiterin Christiane Falck-Steffens in ihrem Büro.

Quelle: Foto: Eckhard Oberdörfer

Greifswald. Im Haus 8 am Gorzberg werden Weichen für die Entwicklung Vorpommerns gestellt. Der Plattenbau ist der Sitz des Amtes für Raumordnung und Landesplanung und zugleich die Geschäftsstelle des Regionalen Planungsverbandes Vorpommern. Chefin ist seit 1993 die Diplomarchitektin und Stadtplanerin Christiane Falck-Steffens. Das Amt ist für Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen zuständig.

Jeder Investor, der touristische Projekte wie Marinas, Ferienresorts, Schwimmbäder, Golfplätze usw. planen und bauen möchte, jede Gemeinde, die Gewerbegebiete oder Wohngebiete ausweisen möchte, kennt das Amt.

Grundlage der Arbeit ist das Regionale Raumentwicklungsprogramm Vorpommern. „In unserem Programm stehen Grundsätze und Ziele für die Entwicklung“, erläutert Falck-Steffens. Das betreffe Natur-und Landschaftsräume, Siedlungsentwicklungen, Landwirtschaft, Wirtschaft, Gewerbe und Häfen, Sozial-und Bildungseinrichtungen, zählt sie auf.  Das Raumentwicklungsprogramm wird derzeit  fortgeschrieben.

Nach 24 Jahren an der Spitze geht die 66-Jährige am 31. März in den Ruhestand. Letzter großer Arbeitstag wird die Verbandsversammlung am 30. März sein. Im höchsten Gremium des Planungsverbandes sitzen 47 gewählte Vertreter beider Kreise.

„Ich sehe deutlich, dass sich die Region seit  der Wende sehr gut entwickelt hat. Es ist  doch beeindruckend, dass Vorpommern allein touristisch inzwischen weit über die Grenzen Europas bekannt geworden ist.“ Die Amtsleiterin ist überzeugt, dass Amt und Planungsverband dazu sehr viel beigetragen haben. „Über zwei Jahrzehnte hat ein kleines, fachlich sehr versiertes Team meine Arbeit sachlich, kritisch und dabei immer ergebnisorientiert begleitet“, sagt sie.

Falck-Steffens lächelt, wenn sie das sagt. Die Arbeit habe ihr viel Spaß gemacht hat, betont sie. „Gemeinden, Firmen, Vereine und Privatpersonen schätzen unsere  unterstützenden Hinweise“, ist die Amtsleiterin überzeugt. „Wir sehen uns als Dienstleister für die Region.“ Von baldigem Ruhestand ist bei Christiane Falck-Steffens noch nichts zu spüren.

Dabei hat sie bewegte Zeiten erlebt. Zum Beispiel die Diskussionen um die Planung von Anlagen für Massentierhaltungen. „Die Suche einiger Investoren nach Standorten  hatte seinerzeit für viel Wirbel auf allen Ebenen gesorgt“, erinnert sie sich. Medow ist ein gutes Beispiel. Die riesige und sehr umstrittene Schweinemastanlage Alt Tellin gehörte beim Bau noch nicht zur Planungsregion Vorpommern.

„Vorerst scheint das Interesse an Massentierhaltungsanlagen weitgehend erloschen“, erzählt sie. „Eventuell liegt das an den Konflikten mit Naturschutz und Tourismus. Die letzte Standortdiskussion um eine Hähnchenmastanlage in Loissin liegt Jahre zurück.“ Für Vorpommern gebe es außerdem seit 2016 ein aktuelles Landwirtschaftsgutachten. Dort gibt es unter anderem Aussagen zu Entwicklungstendenzen für Ackerbewirtschaftung, Viehzucht, Verarbeitung und Vermarktung. „Die Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft ist zumindest planerisch nach derzeitigen Ausgangspositionen einschätzbar“, sagt Falck-Steffens. „Sie wird im Rahmen der Fortschreibung des Regionalen Raumentwicklungskonzeptes eine Rolle spielen.“

Wer Christiane Falck-Steffens als Amtsleiter/in nachfolgt, ist noch nicht klar. An Langeweile wird sie schon dank dreier Kinder und ihrer Familien mit insgesamt sechs Enkelkindern sowie der Notwendigkeit, sich um ältere Familienmitglieder zu kümmern, nicht leiden. „Außerdem hoffe ich auf mehr Zeit für den Garten, zum Lesen und für die Musik“ sagt sie.

Eckhard Oberdörfer

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