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Greifswald Chronischer Schmerz – die Tagesklinik hilft
Vorpommern Greifswald Chronischer Schmerz – die Tagesklinik hilft
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00:00 25.03.2017
Prof. Klaus Hahnenkamp, Direktor der Uniklinik für Anästhesiologie, und Tagesklinikleiterin Dr. Stefani Adler (2. von rechts) im Gespräch mit Patienten.

Das Universitätsklinikum Greifswald betreibt eine Tagesklinik für chronisch Schmerzkranke. „Wir helfen Menschen, die seit vielen Jahren an Schmerzen leiden, deren Ursachen nicht zu beheben sind“, verdeutlicht Oberärztin Dr. Stefani Adler.

Ein zwölfköpfiges Team aus Ärzten, Psychologen, Pflegern, Physio- und Ergotherapeuten kümmert sich um Betroffene. „Wir wollen die Patienten fit für ein Leben mit dem Schmerz machen“, erklärt Adler, eine deutschlandweit anerkannte Expertin. „Jeder bekommt das, von dem wir nach eingehender Beratung glauben, dass es das Beste für ihn ist.“

Die therapeutischen Konzepte der Klinik sind vielfältig: Gespräche zählen dazu, auch Entspannungstechniken wie Tai-Chi und Pilates, die Arbeit mit Farben und Werkstoffen, Musik, Nordic Walking ...

Die Patienten werden ärztlich und medikamentös beraten. Ziel aller Bemühungen sei es, dem Schmerz die Bedeutung zu nehmen und die Lebensqualität der Patienten so zu verbessern. „Wir wollen sie animieren, wieder zu leben und am Leben teilzunehmen“, betont Adler nicht ohne Grund. „Viele chronische Schmerzpatienten“, weiß sie, „sind auf ihre Erkrankung fokussiert. Sie vergessen zu leben, ziehen sich aus sozialen Räumen zurück.“ Die Tagesklinik setze diesen nachteiligen Begleiterscheinungen etwas entgegen. Betreut werden die Patienten in kleinen Gruppen: So, heißt es, wolle man eine vertrauensvolle Atmosphäre herstellen, um Erfahrungen auszutauschen und gegenseitige Unterstützung zu gewähren.

Bis 65-Jährige durchlaufen das Therapieprogramm innerhalb von vier Wochen 20 Tage am Stück. Ab 65-Jährige nehmen zwei Tage wöchentlich an ihm teil und das über zehn Wochen. Nach der Therapie werden alle ambulant betreut.

Mit einem Krankenhaus hat die Einrichtung in dem einst als Frauenklinik genutzten Gebäude in der Loefflerstraße wenig gemein. Dafür sorgte auch eine Grafikdesignerin. Sie versah die verschiedenen Therapieräume mit Farben, die die Psyche und mit ihr das Befinden der Patienten positiv beeinflussen sollen.

Nicht wenige Menschen mit chronischen Schmerzen werden von sich aus in der Klinik vorstellig. Deren Mitarbeiter suchen auch Selbsthilfegruppen auf und halten Vorträge vor Ärzten, um auf die Einrichtung hinzuweisen. Wer meint, in der Schmerzklinik vorstellig werden zu können, um sich behandeln zu lassen, irrt. „Bei uns müssen die Leute selber etwas tun“, stellt Stefani Adler klar.

„Handeln statt Behandeln“ laute ein Motto, „Hilfe zur Selbsthilfe“ ein anderes. Am Ende allen Miteinanders hoffe man, dass die Schmerzpatienten alleine besser zurechtkommen.

jes

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