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Greifswald Countdown läuft für das Pokalviertelfinale
Vorpommern Greifswald Countdown läuft für das Pokalviertelfinale
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00:00 16.04.2013
Der Greifswalder SV 04 um seinen Kapitän Ronny Krüger (rot) erwartet morgen Abend den FC Anker Wismar zum Pokalviertelfinale. Quelle: Werner Franke

FußballKrombacher-Landespokal. Viertelfinale. Morgen, 19.30 Uhr: Greifswalder SV 04 - FC Anker Wismar. Eines ist sicher: Morgen erwartet der Greifswalder SV 04 keine Übermannschaft zum Pokalviertelfinale. „Im Fußball hat jede Mannschaft immer die Chance zu gewinnen und Wismar macht eine schwierige Phase durch“, sagt 04-Chefcoach Matthias Martens. Der 37-Jährige spricht damit die aktuellen Probleme des Oberliga-Letzten an. Der Anker-Vorstand sah sich nach der 0:3-Pleite gegen den BFC Viktoria gezwungen, Trainer Timo Lange die Verantwortung zu entziehen. Lange bleibt dem Verein allerdings als sportlicher Leiter erhalten.

Trotz des angeschlagenen Gegners: Der GSV 04 geht als klarer Außenseiter in das Duell. Zuletzt holte die Martens-Elf nur einen Punkt aus drei Verbandsligapartien und steckt wieder mitten drin im Abstiegskampf. Auch die Generalprobe am Sonntag gegen den VFC Anklam überzeugte die wenigsten GSV-Anhänger. Beim 0:0-Remis blieben die 04-Kicker vieles schuldig. „Auch wenn es viele nicht wahr haben wollen, die 2:3-Niederlage gegen Schönberg wirkt immer noch nach“, erklärt Martens. Die Hansestädter hatten zur Pause mit 2:0 geführt und die drei Punkte leichtfertig hergeschenkt. Es folgte eine 0:3-Pleite in Malchin und schließlich das torlose Remis gegen Anklam. „Aktuell fehlt uns die Leichtigkeit — das Pokalspiel kann uns wieder in die richtige Spur bringen, wir können endlich ohne Druck spielen“, erzählt Martens.

Wismars neuer Mann auf der Kapitänsbrücke ist Christiano Dinalo Adigo. Im ersten Punktspiel unter seiner Regie zeigte sich die Anker-Mannschaft taktisch zwar stark verändert, doch etwas Zählbares sprang in der Begegnung mit dem Malchower SV nicht heraus. Vielmehr hatte die Adigo-Elf Glück, nicht seine zwölfte Saisonniederlage zu kassieren. Erst in der 90. Minute gelang Kevin Rosinski der 1:1-Ausgleich. Zu wenig für die Wismarer — es gilt nun in den verbleibenden zehn Spielen, sieben Punkte aufzuholen. Auch darum sieht Anker-Kicker Stefan Schwandt das Viertelfinale als Gelegenheit „mit einem Sieg das Selbstvertrauen weiter auszubauen.“ Adigo, der für den Benin 32 Mal in der Nationalmannschaft spielte, gibt sich ebenfalls kämpferisch: „Wir haben uns noch lange nicht aufgegeben.“

Die Viertelfinalkontrahenten werden auf dem Naturgrün des Volksstadions aufeinandertreffen. Objektleiter Jörg Mohr: „Das Wetter hat die letzten Tage gut mitgespielt — die Partie wird auf dem Hauptplatz ausgetragen.“ Allerdings wurde der Rasen durch den Winter arg in Mitleidenschaft gezogen. „Wir haben viele Stellen mit totem Grün — viel mehr kann deshalb nicht mehr kaputt gehen“, beschreibt Mohr. Für GSV-Vorstandsmitglied Daniel Gutmann ist die Entscheidung der städtischen Angestellten „absolut positiv.“ Für ihn steht fest: „Das haben unsere treuen Anhänger auch verdient, wir hoffen auf lautstarke und zahlreiche Unterstützung.“

Vor ziemlich genau zwei Jahren standen sich der Greifswalder SV 04 und FC Anker Wismar schon einmal in einem Pokal-Duell gegenüber. Damals siegte Wismar im Halbfinale nach einigen umstrittenen Entscheidungen des Unparteiischen Steffen Hösel vor 760 Zuschauern mit 2:0. Ein unberechtigter Foulstrafstoß brachte die Gäste auf die Siegerstraße. „Wir standen ganz dicht am Finaleinzug und jeder hat gesehen, was wir gegen höherklassige Mannschaften leisten können“, erinnert sich GSV-Coach Martens.

Splitter zum Pokalviertelfinale
4 Euro kostet eine Eintrittskarte. Ermäßigt kann für 3 Euro der Pokalkracher live verfolgt werden.

18 Uhr öffnen die Stadiontore.

20 Gästefans werden im Volksstadion erwartet.

4:2 gewann der GSV 04 sein Achtelfinale gegen den FSV Malchin — Daniel Colak wurde zum Helden und traf zweimal.

0:1 lautete das letzte Ergebnis der Anker-Elf im Volksstadion. Im Achtelfinale schalteten die Gäste den FC Pommern Greifswald aus.

Im Fußball hat jede Mannschaft die Chance zu gewinnen.“ Matthias Martens (37), Trainer des Greifswalder SV 04

Matthias Trenn

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