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Greifswald Das „Bad aller Schaffenden Greifswalds“
Vorpommern Greifswald Das „Bad aller Schaffenden Greifswalds“
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00:01 08.08.2016
Der Ludwigsburger Strand hat seinen eigenen Charme, wie diese Aufnahme von 2016 zeigt. Quelle: Eckhard Oberdörfer

Heutzutage können Schiffe wie die „Stubnitz“ wegen der Versandung der Zufahrt nicht mehr jederzeit in Ludwigsburg anlegen. Dabei war die Fahrt übers Wasser für die Greifswalder in der DDR lange Zeit die wohl populärste Verbindung hin zu „ihrem Strandbad“. Heute sind es Auto und Rad. Viele Jahrzehnte war Ludwigsburg die Badewanne der Greifswalder neben den Bademöglichkeiten in Wieck und Eldena. Diese Nutzung reicht bis in die Weimarer Republik zurück, wie aus im Stadtarchiv aufbewahrten Dokumenten und Zeitungen hervorgeht. In der Greifswalder Zeitung wird 1928 mehrfach über das „Seebad für Greifswald“ am Ludwigsburger Strand geschrieben.

Die OZ berichtete im November 1952 vom Beschluss des Rates des Kreises Greifswald, das Strandbad in Ludwigsburg auszubauen. Entweder die Handelsorganisation (HO) oder der Konsum sollten für die gastronomische Versorgung zuständig sein. Aber nur, wenn eine Fährlinie etabliert werden könne, hieß es.

54000 Mark wurden investiert, die Hälfte der Summe durch Arbeitseinsätze der Bürger erbracht. Das „Bad aller Schaffenden Greifswalds“, wie es zeitgenössisch hieß, wurde am 28. Juni 1953 freigegeben. Davor erfolgte die Ausbaggerung des Hafens, um das Anlegen von Fahrgastschiffen zu ermöglichen. Außerdem wurden Seetang und Steine entfernt, ein Unterkunftshaus gebaut. 1955 feierten die Greifswalder eine erste große Strandparty in Ludwigsburg. 1968 beförderte die „Möwe“ über 65000 Gäste von und nach Ludwigsburg, davon fast 25000 im August. 1970 ist von vier Saisonbeschäftigten in Ludwigsburg die Rede. Wie aus den Akten hervorgeht, mussten 1971 Schäden am Strandbad Ludwigsburg beseitigt werden. Der Hafen wurde wieder einmal ausgebaggert. Damals standen 95 Strandkörbe in Ludwigsburg, am 13. Mai jenes Jahres begann der Fährverkehr mit der „Schaprode“. Auch als das Strandbad Eldena 1972 eröffnet wurde, sorgten noch die „Schaprode“ und andere Schiffe für einen Pendelverkehr nach Ludwigsburg.

Am 1. Januar 1998 war es mit der Oberhoheit Greifswalds über diesen Strand vorbei. Damals übernahm die Gemeinde Loissin die Verantwortung von der Hansestadt. 2005 wurde noch einmal in einen Schiffssteg investiert. eob

Forschung zu Finnland 1919

Jaroslaw Suchoples publiziert im 19. Band der Publikationen des Lehrstuhls für Nordische Geschichte bisher unbekannte US-amerikanische Dokumente aus den ersten sieben Monaten des Jahres 1919 zur Geschichte Finnlands und seiner Nachbarn und wertet diese aus. Es ist die Zeit nach einem verheerenden Bürgerkrieg, der das Land in eine desaströse Lage brachte. 1917 hatte Finnland nach der Oktoberrevolution seine Unabhängigkeit von Russland erklärt.

422 Dokumente werden publiziert. Sie zeigen die Unterstützung der USA und ihrer Verbündeten für Finnland und belegen deren unerfüllte Hoffnung, dass die finnische Armee Petrograd (St. Petersburg) erreichen und den Bolschewismus liquidieren könnte.

Jaroslaw Suchoples: Finland in the Documents of the US Department of State January-July 1919, ISBN 978-3-86006-432-0, 16 Euro, im Buchhandel und beim Lehrstuhl.

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