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Greifswald Das Schauspielpaar im Café Koeppen
Vorpommern Greifswald Das Schauspielpaar im Café Koeppen
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13:02 09.03.2018
Gäste und Zuschauer willkommen: Das Schauspielpaar Christiane und Stephan Waak leitet seit September 2017 das Café Koeppen in Greifswald. Quelle: Sybille Marx
Greifswald

„Viel gut essen“ - so heißt der Monolog von Sibylle Berg, mit dem Schauspieler Stephan Waak (37) am 11. April zum ersten Mal im Greifswalder Café Koeppen auftreten will, seinem eigenen Café. Im September hatten er und seine Frau Christiane Waak (35), ebenfalls Schauspielerin, den Betrieb von Hannes Rittig übernommen. Eigentlich mit dem Plan, ganz bald dort auf die Bühne zu treten. „Wir fanden es toll, dass das Café schon als Bühne etabliert ist“, sagt Christiane Waak. „Genauso wollten wir es weiterführen.“

Waak spielt frustrierten End-Dreißiger

Aber dann kam der Alltag im Café - und der Ehrgeiz, die Speisekarte ein bisschen raffinierter zu machen. Erst jetzt, nach einem halben Jahr, haben die beiden Schauspieler das Gefühl. „Es stellt sich so etwas wie Routine ein.“

Gut für Stephan Waak, so kann er nebenbei Text lernen und proben: für Bergs Ein-Mann-Stück, in dem ein End-Dreißiger kochend am Herd steht, seinen Frust über private Probleme in Fremdenhass und Homophobie kanalisiert, wie Waak erklärt. „Das ist ja genau das, was gerade an vielen Stellen in der Gesellschaft passiert.“ Und die Arbeit beflügle ihn, auch wenn sie Neuland ist: Ohne Regisseur zu arbeiten, hat der 37-Jährige noch nie probiert.

Sein Gesicht kennt man aus einem Tatort

Waaks Gesicht dürften viele kennen: aus Schauspielrollen in Opern am Theater Vorpommern. Aus einem Furtwängler-Tatort, in dem er höchst sensibel und eindrucksvoll einen schwulen Profifußballer spielte. Aus anderen Fernseh-Krimis oder dem millionenfach geklickten Yout-Tube-Video „Der Tag wird kommen“.

Christiane Waak war schon mehrmals schauspielernd am Theater Vorpommern zu sehen und träumt vor allem davon, ihre erfolgreichen Liederabende aus dem Süden in den Norden zu holen. Mit einer Freundin in Österreich entwirft sie seit 2010 Abende, bei denen sie beide sich schauspielernd und scherzend durch die großen Themen des Lebens singen, begleitet von einem Pianisten. „Der Tod und die Mädchen“, hieß ihr erstes Programm, das aktuelle fünfte trägt den Titel: „Die Familie und die Mädchen.“

Sie plant einen Solo-Liederabend

Die Kritiker österreichischer Zeitungen schwärmen vom Witz und Charme der beiden Frauen, von ihrer Spiellust, ihren Stimmen, den klug gewählten Stücken. Christiane Waak selbst sagt: „Mich beflügeln diese Auftritte total, ich bin da voll in meinem Element.“ Und weil Österreich so weit weg ist, entwirft sie nun einen Solo-Liederabend.

Sybille Marx

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