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Greifswald Debatte zu Inklusion in Schulen
Vorpommern Greifswald Debatte zu Inklusion in Schulen
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00:05 20.10.2017

Die neue Grundschule der Stadt, die an der Verlängerten Scharnhorststraße in der Stadtrandsiedlung entstehen soll, wird wahrscheinlich als inklusive Einrichtung bis Klasse 6 konzipiert. Darauf deuten die Beschlüsse in den zuständigen Bürgerschaftsausschüssen hin.

Aber wie wird die Inklusion in Greifswald überhaupt umgesetzt, unter welchen Bedingungen soll das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung an allen Schulen funktionieren? Dazu plant der Bildungsausschuss der Bürgerschaft am 7. November eine Sondersitzung mit Schulleitern, Experten des Bildungsministeriums, des Schulamts und des Landkreises. „Wir wollen klären, welche Konsequenzen und Auswirkungen die Einführung der Inklusion haben wird“, erklärt Erik von Malottki (SPD), Vorsitzender des Ausschusses.

Für die Praxis in den Schulen von MV ist noch vieles offen, von der Klassengröße bis hin zur Grundsatzfrage, ob es überhaupt sinnvoll sein kann, Kinder mit emotionalen Störungen in inklusiven Einrichtungen zu unterrichten und Förderschulen aufzulösen. „Da wird das Land nochmal überlegen, weil sich im Modellprojekt auf Rügen gezeigt hat, dass Inklusion da nicht greift“, sagte Carola Felkl von der Stadtverwaltung am Mittwochabend im Bildungsausschuss der Stadt. Die neue Grundschule wäre nach ihrer Schilderung die erste staatliche Schule in MV, die schon inklusiv arbeitet.

Schulleiter Ulf Burmeister (Bürgerliste) zeigte sich im Bildungsausschuss irritiert über Details der Planungen: „Stimmt es, dass Sie für den Fall eines inklusiven Schulbetriebs die gleiche Klassengröße einplanen wie für den nicht-inklusiven“, wollte er etwa wissen. Antwort von Carola Felkl: „Ja, weil das Land da keine Obergrenze definiert hat, es dazu keine Kriterien gibt.“ Demnach würden so oder so 26 Kinder in einer Klasse sitzen.

Trotz Bedenken auch zur Einrichtung der Orientierungsstufe beschlossen die Ausschussmitglieder mehrheitlich, ihr Ja zu einer inklusiven Grundschule bis Klasse 6 zu geben. Auch im Bauauschuss der Stadt stimmte eine Mehrheit zu. Die Kritiker aus den Reihen der CDU argumentierten dort vor allem gegen die Investitionssumme von 22 Millionen Euro. Das ist mehr als für die neue Fischerschule investiert wird.

sym/eob

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