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Greifswald Dekan hofft auf neuen Campus
Vorpommern Greifswald Dekan hofft auf neuen Campus
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03:48 26.08.2013
Alexander Wöll. Quelle: eob

Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität kann die neuen Anforderungen an die Lehrerausbildung in der Sonderpädagogik stemmen. Davon ist der Dekan der Philosophischen Fakultät, Professor Alexander Wöll, überzeugt. Im neuen Gesetz für die Lehrerausbildung ist Sonderpädagogik vorgeschrieben. Greifswald wollte diesen Teil des Studiums ohne einen Professor durchführen, das wurde jedoch von Schwerin und der Universität Rostock als der zentralen Lehrerbildungseinrichtung abgelehnt.

„Wir schreiben eine Professur für Sonderpädagogik aus“, sagt Wöll. „Ab dem Wintersemester 2014/15 werden wir die Lehrveranstaltungen anbieten.“ Die Professur ist die langfristige Lösung. Die Schaffung der Stelle sei allerdings nur möglich, weil einer der bekanntesten Greifswalder Forscher, der Steinzeitexperte Prof. Thomas Terberger, Greifswald verließ. Die Uni verhandele außerdem noch über Lehrimport mit der Fachhochschule Neubrandenburg, so Wöll.

Außerdem sei die Lehrerausbildung als zentraler Bestandteil der Fakultät durch die Schaffung von Lebenszeitstellen in der Didaktik gestärkt worden, betont Wöll. „Wir wollen jetzt endlich auch die zentrale Professur, die für Schulpädagogik, wiederbesetzen. Sie ist seit der Emeritierung von Franz Prüß 2011 vakant. „Leider hat die Erstplatzierte auf der Berufungsliste abgesagt“, bedauert Wöll.

„Wir verhandeln jetzt mit der Zweitplatzierten.“ Die Konkurrenz um Köpfe in der Pädagogik sei im Moment groß, schätzt der Dekan ein. Da sei es nicht leicht, mit Angeboten anderer mitzuhalten.

Insgesamt ist Wöll sehr optimistisch, was die weitere Entwicklung seiner oft wegen Uneinigkeit gescholtenen Fakultät angeht. „Das ist ein Klischee vergangener Tage“, meint er. Gerade die in den letzten Jahren neu berufenen Professuren in den Philologien würden sehr gut zusammenarbeiten. „Auch der neue Campus der Geisteswissenschaften in der Loefflerstraße wird Effekte bringen, weil die Kollegen Tür an Tür arbeiten“, sagt er. „Das habe ich selbst in Regensburg erlebt.“

Wöll setzt darauf, dass das Interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterforschung durch die Berufung der Professorin Eva Blome stärker in Erscheinung tritt. „Sie hat am Zukunftskolleg Konstanz gearbeitet“, erzählt er. „Jetzt zieht Frau Blome mit Mann und Kindern nach Greifswald.“ Ein Zeichen, dass sie hier bleiben will. Wöll geht davon aus, dass die Professorin künftig Drittmittel zur Finanzierung des Instituts einwerben kann.

Akzente in der Forschung wolle die Fakultät über die Etablierung eines zweiten Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) „Fragile Freiheit“ setzen. Wöll hofft, dass das laufende internationale Graduiertenkolleg „Baltic Borderlands“ fortsetzt wird. Es wird jetzt begutachtet. Aus beiden Kollegs könnte ein Sonderforschungsbereich entstehen. Damit würde Greifswald in der wissenschaftlichen Welt deutlicher sichtbar werden.

eob

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