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Denkstübchen im Diagnostikzentrum

Greifswald Denkstübchen im Diagnostikzentrum

Der Umzug in den letzten Neubau des neuen Greifswalder Universitätsklinikums hat begonnen.

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Die Professoren Barbara Br�ker und Karlhans Endlich (rechts) fachsimpeln mit Doktorand Sebastian Stentzel.

Quelle: P.Binder

Greifswald. Das Diagnostikzentrum ist das Herz des neuen Universitätsklinikums am Beitzplatz. Das höchste Gebäude des kompakten Komplexes steht in der Mitte und verbindet mit kurzen Wegen die drei Funktionen der Unimedizin: Lehre, Forschung und Krankenversorgung. In den unteren beiden Etagen befinden sich Ambulanzen, von denen die Patienten in die einzelnen Abteilungen geleitet werden, erläutert Prof. Karlhans Endlich beim Rundgang. Er ist Prodekan und stellvertretender wissenschaftlicher Vorstand.

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Nora Treler pipettiert f�r eine Versuchsreihe der Gyn�kologen. Fotos (3): Peter Binder

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In der dritten Etage befinden sich Räume für die Immunologie und die Biochemie. Darüber liegen in den anderen Stockwerken die Forschungsverfügungsflächen. „Sie werden nach einem von uns erarbeiteten Schlüssel durch die Fakultät für zwei Jahre vergeben“, erläutert der Prodekan. Veränderungen ergeben sich durch das jeweilige Drittmittelaufkommen.

Während die letzten Arbeiten noch bis Mitte des Jahres vollendet werden, sind die ersten Mitarbeiter schon eingezogen. Bis Ende April wird zumindest der größte Teil hier zu finden sein. Der Anschluss an das automatische Warentransportsystem — die Roboter, die im Klinikum im Normalfall für die Belieferung zuständig sind — erfolgt erst Ende Juni, bedauert Endlich. Aber insgesamt ist er des Lobes voll. „Durch die Fertigstellung des Diagnostikzentrums werden die Wege verkürzt“, freut sich Karlhans Endlich. „Zuvor musste ja immer die Baustelle umgangen werden.“ Das war auch für den Transport von Kranken ein Problem.

„Sie sehen mich strahlen. Es ist einfach phantastisch“, sagt Prof. Barbara Bröker. „Ich brauche nur 80 Schritte, um von meinem Dienstzimmer zu allen Mitarbeitern zu gelangen.“ Sie leitet die Abteilung Immunologie, die Anfang April mit dem Einzug begonnen hat und damit künftig endlich unter einem Dach arbeiten kann. Ihr Nachbar, die Klinische Biochemie, war sogar auf drei Standorte verteilt. „Andreas Greinacher muss ich ein großes Kompliment machen, alles ist sehr funktional und großzügig“, lobt Bröker. Prof. Andreas Greinacher, der Ärztliche Vorstand, hat von Seiten der Unimedizin maßgeblich die Planungen für das Innenleben des Diagnostikzentrums begleitet. Labore lassen sich problemlos verbinden. Es gibt Denkstübchen, Funktionsräume für Kühlschränke und größere Geräte. „Auf jeder Etage befinden sich im Norden und im Süden Labore“, erläutert Endlich. In der Mitte existieren auch Freiflächen mit Küchen und Kommunikationsmöglichkeiten. „Wir hoffen, dass es nebenbei zum wissenschaftlichen Austausch kommt“, sagt Endlich. Einen kleinen Schuss echten Luxus gibt es ebenso: Fernbedienungen für Lichtschalter.

Die anderen Wissenschaftler, denen die OZ auf dem Rundgang begegnet, sind ebenfalls mit den Arbeitsbedingungen im neuen Haus sehr zufrieden. Der Humanbiologe Sebastian Stentzel forscht für seine Doktorarbeit mit dem Greifswalder „Hausbakterium“ Staphylococcus aureus, das beispielsweise eine lebensbedrohliche Sepsis verursachen kann. „Die Bedingungen hier sind sehr gut“, bestätigt er.

Der Neubau

2007wurde das alte Diagnostikzentrum (DZ) abgerissen. Es stammte aus DDR-Zeiten und sollte zunächst saniert werden.

2009begannen die Arbeiten für den Neubau in der Mitte des Klinikums.

2013werden die letzten Arbeiten beendet. Etwa 48 Millionen Euro wurden investiert.

Das Interimsgebäude, in dem Einrichtungen untergebracht waren, die aus dem alten DZ ausziehen mussten, wird künftig als Lehrgebäude für Praktika und Seminare genutzt.

Eckhard Oberdörfer

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