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Der 20-Euro-Test auf dem Fischerfest

Greifswald Der 20-Euro-Test auf dem Fischerfest

Karussells, Riesenrad und Crepes: Sandrina Gaebel hat für die OSTSEE-ZEITUNG getestet, wie weit man mit 20 Euro auf dem Fischerfest kommt.

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Sabrina Gaebel testet, wie viel sie mit 20 Euro auf dem Fischerfest unternehmen kann.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. 20 Euro: Gleich zu Beginn wurden drei Euro für den Eintritt, auch Kulturbeitrag genannt, fällig. Drei Euro sind vollkommen okay, es wird einem schließlich auch eine Menge geboten.

 

Noch 17 Euro: Da ich das größte maritime Volksfest Vorpommerns zum ersten Mal besucht habe, startete ich zunächst einen Rundgang, um mir einen Überblick über die vielen Attraktionen zu verschaffen. Am Ende meiner Entdeckungstour stand ich vor dem 38 Meter hohem Riesenrad. Ich bekam riesige Lust, das Fischerfest von oben zu beobachten. Kurze Zeit später und 4 Euro weniger saß ich dann in einer der vielen Gondeln. Was für ein toller Ausblick auf Wieck und die vielen Menschen, die sich zwischen den bunten Rummelbuden tummelten.

Noch 13 Euro: Nach meiner Aussichtsfahrt bekam ich Hunger. Es fiel mir gar nicht so leicht, mich für eine der vielen gebotenen Köstlichkeiten zu entscheiden. Neben den Klassikern wie Rostbratwürsten und Brezeln gab es auch einige Spezialitäten. Ich hatte mich gerade für einen lecker aussehenden Flammkuchen entschieden, da sah ich noch etwas viel Besseres: Fladenbrot mit heißem Schafskäse und frischem Salat, genau das Richtige für einen sonnigen Tag wie diesen. Ich bezahlte das Essen und war somit 4.50 Euro ärmer. 

Noch 8,50 Euro : Ich hatte mir für heute vorgenommen, von den üblichen Rummelangeboten abzusehen und Dinge auszuprobieren, die ich noch nicht kannte. Ich ließ also die gewöhnlichen Karussells und Schießbuden beiseite und konzentrierte mich auf Unbekanntes. Schon von weitem sah ich eine fröhlich lachende Frau, umgeben von Plüschblumen. Da ich mir nicht wirklich vorstellen konnte, was an diesem Stand passiert, fragte ich sie. „Die Kinder können bei uns Blumen pflücken. Mit etwas Glück findet man einen bunten Aufkleber am Stiel. Dann gewinnt man einen Preis.“ 

Nun bin ich zwar kein Kind mehr, eine Blume pflücken wollte ich trotzdem. Ich zahlte also 1,50 Euro und suchte mir ein rotes Blümchen aus. „Oh nein! Eine Niete!“ Ich hatte zwar keinen Preis gewonnen, aber das plüschige Blümchen durfte ich trotzdem behalten. Immerhin. 

Geblieben sind mir noch 7 Euro: Die Enttäuschung über den nicht gewonnenen Preis trieb mich dann doch zu einem klassischen Wurfstand. Schon von weitem konnte ich das Schild mit der Aufschrift „2x spielen, 1x bezahlen“ erkennen. Ich freute mich über die Vergünstigung. Dort angekommen stellte ich fest, dass dieses Angebot nur für Kinder gilt. Ich versuchte mein Glück trotz verpasster Ermäßigung und zahlte dafür 3,50 Euro. Auch hier konnte ich keine Volltreffer erzielen. Der Trostpreis konnte mich dann aber aufmuntern. Nach meinem kläglichen Scheitern stellte ich fest, dass von meinen ursprünglichen 20 Euro nur noch 3,50 Euro übrig waren. Nach den aufregenden Stunden brauchte ich dann eine Pause im Schatten Ich kaufte mir einen Tee für zwei Euro und genoss die Wärme und die lachenden Stimmen um mich herum. 

Am Ende blieben mir noch 1,50 Euro - damit konnte ich den 50 Cent kostenden Toilettengang bezahlen, bevor ich den Rückweg antrat. Den übrig gebliebenen Euro spendete ich den sanitären Anlagen. Damit waren meine Möglichkeiten dann ausgeschöpft.

oz

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