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Der Beitzplatz wird komplettiert

Greifswald Der Beitzplatz wird komplettiert

Rostocker Architekturbüro für die Planung des Zentrums für mikrobielle Genomforschung ausgewählt.

Greifswald. Ein Rostocker Büro soll den Bau eines neuen großen Forschungshauses vorantreiben.

„Wir haben ein europaweites Ausschreibungsverfahren zur Auftragsvergabe durchgeführt“, erläutert Christian Hoffmann die Entscheidung. Er ist der Sprecher des Instituts für Bau und Liegenschaften (BBL) des Landes, das für die 27-Millionen-Euro-Investition verantwortlich ist. Das Center for Functional Genomics of Microbes (CFGM, Zentrum für die mikrobielle Genomforschung) entsteht auf dem neuen Campus der Universität. Wissenschafter der Medizinischen und Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät werden in dem Gebäude gemeinsam als Teil eines großen norddeutschen Zentrums arbeiten.

Unter anderem geht es um Grundlagenforschung zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Mikrobiologen, Infektionsbiologen, Genomforscher, aber auch Bioinformatiker, Pharmazeuten und Biochemiker werden künftig in dem Zentrum für mikrobielle Genomforschung arbeiten. Die 27 Millionen Euro für Spitzenforschung in Greifswald investieren Bund und Land je zur Hälfte.

„An der Ausschreibung haben sich 16 Arbeitsgemeinschaften von Architektur- und Fachplanungsbüros beteiligt“, erzählt Hoffmann weiter. Darunter war neben 15 deutschen ein französischer Bewerber.

Letzterer kam nicht in die zweite Runde, weil er nicht alle geforderten Leistungen anbot.

„Es wurden dann vier Konzepte von den beteiligten Büros erarbeitet und uns vorgelegt“, erklärt Hoffmann. Ausgewählt worden sei schließlich eine Arbeitsgemeinschaft unter Federführung der MHB Planungs- und Ingenieurgesellschaft mbH aus Rostock. „Wir werden sie in Kürze mit der Planung von Gebäude, Tragwerk und Haustechnik beauftragen“, schildert Hoffmann das weitere Vorgehen.

Entscheidend für die Entscheidung sei die Kompetenz für so ein Großvorhaben von der Planung bis zur Ausführung gewesen.

Der Neubau entsteht auf dem noch freien Areal an der Rudolf-Petershagen-Allee zwischen der Universitätsbibliothek und dem Institut für Physik. „Er schließt die Lücke am Beitzplatz und vervollständigt die städtebauliche Bebauung an diesem Standort“, so Hoffmann. Dabei halte sich der BBL an die in den 1990er Jahren entwickelte Gesamtplanung für den Standort. Der sieht helle Klinker an der Fassade vor. Nicht angetastet wird die zentrale Stellung der Universitätsbibliothek, des zentralen Wissenspeichers. Sie steht leicht erhöht. „Wir wollen noch in diesem Jahr die Planungen abschließen“, berichtet Hoffmann. Im Haus werde es knapp 3400 Quadratmeter Nutzfläche geben. Im Zuge der weiteren Arbeit sei auch das Problem der Parkplätze zu lösen, so der Sprecher auf Nachfrage.

Genomforschung
Der Neubau ist Teil eines Norddeutschen Zentrums für mikrobielle Genomforschung. Aus MV ist nur Greifswald Teilnehmer.

Am Beitzplatz sollen das Genom sowie das Proteom, die Gesamtheit der Proteine einer Zelle, untersucht werden.

Diese Forschung ist beispielsweise wichtig für die Bekämpfung von bakteriellen Krankheitserregern.

Eckhard Oberdörfer

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Greifswald
Der neue Campus der Universität Greifswald wird durch ein Zentrum für mikrobielle Genomforschung komplettiert.

Der neue Campus der Universität Greifswald wird durch ein Zentrum für mikrobielle Genomforschung komplettiert.

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