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Der Bibel-Bestseller kommt neu in die Kirchen

Reformationswochenende: Von Luther bis Halloween Der Bibel-Bestseller kommt neu in die Kirchen

Zum Reformationstag bekommen alle evangelischen Gemeinden in Vorpommern von der Nordkirche neue Altarbibeln geschenkt. Aber was war eigentlich falsch an den alten?

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Gut gelungen findet Pastorin Ulrike Schäfer-Streckenbach von der Greifswalder Marienkirche die neue Übersetzung.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. Über fünf Jahre lang haben 70 Theologen daran gearbeitet, nun ist sie fertig: die neue Lutherbibel, die zum Reformationstag in alle evangelischen Kirchen Deutschlands einzieht. Auch auf den Altären der rund 150 pommerschen Gemeinden von der Ostsee bis zur Uckermark landet sie, als Geschenk der evangelischen Nordkirche. Aber was heißt eigentlich „neue“

 

OZ-Bild

Gruslig, gruslig: Halloween wird sich verkleidet.

Quelle: Carolin Riemer

Luther war ein Sprachgenie.“Hans-Jürgen Abromeit, Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern

Lutherbibel?

Man muss wissen, mit welcher Wucht die Bibelübersetzung des Mönchs und Reformators Martin Luther 1521 in die deutsche Sprache und Kultur einschlug, um zu begreifen, wie das sein kann: dass ein 70-köpfiges Expertenteam Luthers Übersetzung zwar höchst aufwändig überarbeitet hat, das Ergebnis aber gar nicht so neu wirkt (siehe Infobox). Immer noch klingt die Sprache dieser Texte mehr nach Luther-Deutsch als nach heutigem.

„Das soll aber auch so sein, den Luthersound wollte man erhalten“, erklärt der pommersche Bischof Hans-Jürgen Abromeit, der auch stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bibelgesellschaft ist, jener Gesellschaft, die die neue Lutherbibel verlegt.

Denn moderne Bibelübersetzungen, die der heutigen Sprache nahe sind, gibt es viele, „und auch sehr gute“, sagt Abromeit. „Aber Luther war ein Sprachgenie, keine andere deutsche Bibelübersetzung hat so einen Stellenwert in unserer Kultur wie seine.“

Martin Luther, der ungewollt auch zum Gründer der evangelischen Kirche wurde, hatte es geschafft, für die tausende Jahre alten Bibeltexte eine Sprache zu finden, die kraftvoll, schön und damals leicht verständlich war, die einen Rhythmus hat und gleichzeitig nah am Original bleibt. „An den Psalmen sieht man seine Sprachkunst besonders gut“, sagt Bischof Abromeit. „Die sind nicht nur im Hebräischen Poesie, sondern auch in der deutschen Übersetzung.“

Bis heute wird in klassischen evangelischen Gottesdiensten meist aus der Lutherbibel vorgelesen, aus anderen Übersetzungen nur zum Vergleich. „Viele von uns sind mit der Lutherbibel groß geworden“, sagt Pastor Irmfried Garbe aus Dersekow bei Greifswald. „Für mich ist ihr Klang Heimat.“

Selbst wer nie eine Lutherbibel aufgeschlagen hat, hat viele Formulierungen aus ihr im Kopf. Geflügelte Worte wie „Perlen vor die Säue werfen“, „ein Buch mit sieben Siegeln“ oder „die Zähne zusammenbeißen“ etwa stammen aus Luthers Feder. Seine Bibelfassung las und liest man überall, von der Ostsee bis zu den Alpen. Darum prägte sie das Hochdeutsche mit.

Wenn nun Luthers Übersetzung so überzeugend war und ist: Warum dann überhaupt eine aktuelle Überarbeitung? „Erstens, weil es zu den Urtexten der Bibel neue wissenschaftliche Erkenntnisse gibt, die man berücksichtigen wollte“, erklärt Abromeit. „Zweitens, weil manche Wörter, die Luther verwendete, heute gar nicht mehr verständlich sind.“ Und drittens, weil man Änderungen rückgängig machen wollte, die frühere Theologen bei der Revidierung der Lutherbibel im Jahr 1984 eingeführt hatten.

Jedes Wort und jeden Vers aus der revidierten Lutherbibel von 1984 haben die 70 Wissenschaftler, zu denen auch Theologen der Unis Rostock und Greifswald gehören, also angesehen, mit den ältesten erhaltenen Textfassungen im Hebräischen und Griechischen verglichen und entschieden: Bleibt das so oder formulieren wir neu?

Das Ergebnis: Rund 12 000 der 31000 Verse im Alten und Neuen Testament sind geändert worden, also knapp 40 Prozent. Aus „Wehmutter“ zum Beispiel wurde „Hebamme“. Aus „Schlangenbrut“ wieder „Otterngezücht“, wie Luther ursprünglich getextet hatte. Andere Änderungen sind noch dezenter. Die Greifswalder Pastorin Ulrike Schäfer-Streckenbach freut sich darüber: „Luther hat einfach so viele kraftvolle Begriffe geschaffen“, sagt sie. Es sei schön, dass die nicht verloren gegangen seien.

Oder war das alles nur eine große Marketingmaßnahme, um wieder mehr Bibeln zu verkaufen? Abromeit lacht. „Dafür war das Verfahren ein bisschen zu aufwändig“, sagt er. Und nötig habe es die Deutsche Bibelgesellschaft auch nicht. Pro Jahr verkaufte sie bisher 180000 bis 190000 Exemplare.

Greifswald Das Rhythm-and- Blues-Musical „Blues Brothers“ ist heute ab 19.30 Uhr als Wiederaufnahme im Theater

Greifswald (Großes Haus) zu sehen.

Im Boddenhus , Liebknechtring 1, gibt es heute ab 11 Uhr für die Besucher viele Kürbisse zum Schnitzen . Wer mag, kann sie im Anschluss mit nach Hause nehmen.

Die Friedrichsche Kerzenwerkstatt im Friedrichzentrum, Lange Straße 57, öffnet heute ab 14 Uhr ihre Türen. Es werden bunte Kerzen in Herbstfarben gegossen und dann mit Naturmaterialien arrangiert.

Ein Oktoberfest mit passender Musik, aufgelegt von DJ Martin und DJ Sven, startet heute um 20 Uhr im Lubminer Seebadzentrum , Freester Straße 8. Es gibt Weißwurst, Brezeln und Bier. Außerdem kann man seine Kräfte beim „Maßkrug-Halten“ messen. Frauen, die im Dirndl erscheinen, haben freien Eintritt.

Das Trio „Rabaukendisko“ gibt h eute ab 20 Uhr im St. Spiritus , Lange Straße 49/51, ein Konzert. Ihre Tour nennen die Musiker „Nachtschattengewächs“.

Eine kunterbunt-gruselige Halloween-Feier für Kinder wird morgen ab 16 Uhr im Boddenhus, Liebknechtring 1, veranstaltet. Ein Grusellabyrinth, gespenstische Filmchen, Kostümprämierung und mehr warten auf die Besucher.

Die Daddy-Cool-Halloween-Party erklingt heute ab 22 Uhr mit den großen Hits der 1970er, 80er, 90er Jahre im Kaisersaal der Stadthalle. Die Partyreihe ist zu einem Besuchermagnet geworden.

Im Foyer des Theaters wird morgen ab 11 Uhr in der Reihe „Lampenfieber“ eine Matinee zu „Rhapsody in Gershwin“ veranstaltet.

Das Pommersche Landesmuseum lädt morgen ab 11 Uhr zur Sonntagsführung „Mit Müller ins Museum“ ein. Der Sammler Christoph Müller führt durch die Ausstellung.

Die Kustodie lädt am Montag um 19 und um 20 Uhr zum schaurig-schönen Halloween-Special zum Ende der Sommerführungen ein. Studentische Tourguides führen über den alten Campus und jagen mit Gruselgeschichten einen Schauer über den Rücken. Erwachsene, die im Kostüm erscheinen, zahlen den ermäßigten Preis. Kostümierte Kinder dürfen sich gratis gruseln.

Treffpunkt ist am Rubenowdenkmal.

Das Festwochenende: Basteln, tanzen und sich gruseln

Ausgabe von 1984 Ausgabe zu 2017
1. Mose 35,17  
Da ihr aber die Geburt so schwerwurde, sprach die Wehmutter zu ihr:Fürchte dich nicht, denn auch diesmalwirst du einen Sohn haben. Da ihr aber die Geburt so schwerwurde, sprach die Hebamme zu ihr:Fürchte dich nicht, denn auch diesmalwirst du einen Sohn haben.
Matthäus 8,24  
Und siehe, da erhob sich ein gewaltiger Sturm auf dem See , sodassauch das Boot von Wellen zugedecktwurde. Er aber schlief. Und siehe, da war ein großes Bebenim Meer , sodass das Boot von denWellen bedeckt wurde. Er aber schlief.
Psalm 42,1  
Wie ein Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu Dir Wie ein Hirsch schreit nach frischemWasser, so schreit meine Seele, Gott, zu Dir

GOTTESDIENSTE

Gottesdienste/Angebote: Samstag

Adventgemeinde E-Werk, Marienstraße 22-24: 9.30 Uhr GD

Christuskirche

10 Uhr russisch-orthodoxer GD

St. Joseph 18 Uhr Anbetung des Allerheiligsten und Beichtgelegenheit; 19 Uhr Erste Sonntagsmesse

Gottesdienste/Angebote: Sonntag und Montag (Reformationstag )

Dom St. Nikolai 10 Uhr Fest-GD zur Einführung der neuen Lutherbibel und zur Verleihung der Bugenhagenmedaille an Prof. Dr. Julia Männchen, Bischof Dr.

Abromeit und Pfr. Dr. Brall; Kinder-GD; Montag: 10 Uhr GD, Pfr. Gürtler mit Matthias Storck; anschließend Zeitzeugen-Gespräch „Von der Freiheit eines Christenmenschen“

St. Marien 10.15 Uhr GD mit Taufe, Pfrn. Dr. Streckenbach, Kinder- GD; Montag: sh. St. Jacobi & Dom

Treff Lomonossowallee 55

9 Uhr GD, Pfrn. Dr. Streckenbach; Montag: siehe St. Jacobi & Dom

St. Jacobi 9.15 Uhr Schwedenkirche, Pfr. Mahlburg, Kinder-GD; Montag: 17 Uhr Kantaten-GD (Messe brève Nr. 7 in C, Charles Gounod), Kantor Koball, Pfr. Mahlburg

Johanneskirche 9.30 Uhr GD, Pfrn. Kiefer, Kinder-GD, Kirchenkaffee; 17 Uhr GreifBar Plus, Prof. Herbst; Montag: s. St. Jacobi&Dom

Christuskirche 9.30 Uhr GD, Pfrn. Lange, Kirchenkaffee; Montag: 14 Uhr „Lutherstunde“, Pfrn. Lange

Odebrechtstiftung, Kapelle

Montag: 10 Uhr GD, Pfr. Wilhelm

Wiecker Kirche 10 Uhr GD, Pfrn. Mahlburg; Montag: siehe St. Jacobi und Dom St. Nikolai

Alt Pansow Montag: 16 Uhr Film mit Andacht zum Reformationstag

Gristow, Kirche Montag: 17 Uhr Wort&Musik zum Reformationstag (Johannes Gebhardt an der Orgel)

Groß Bisdorf 14 Uhr GD, Verabschiedung Pfrn. Chibici-Revneanu

Groß Kiesow Montag 10 Uhr GD, einschl. Gemeindeversammlung

Hanshagen 9.30 Uhr GD

Kemnitz Montag: 17 Uhr GD, anschl. Gemeindeversammlung

Kölzin 14 Uhr GD

Lubmin, Petrikirche Montag:

14 Uhr GD, Kaffee im Anschluss

Neuenkirchen 10 Uhr GD (A), Einführung einer neuen Altarbibel

Ranzin Mo: 19 Uhr Kirchenkino

Weitenhagen Kreuzgemeinde:

10 Uhr GD zum Reformationsfest

Weitenhagen Hauptstr. 94, Evan. Kirche: 9.30 Uhr GD, Pfr. Wacker

Züssower Kirche 10 Uhr GD, Pfr. Dr. Harder & Bewohner Diakonie; Montag: 10 Uhr GD, Pfr. Dr. Harder, Chor, Kinder-GD

Glaubenszentrum Elim

Loitzer Straße 47: 10.30 Uhr GD

Landeskirchl. Gemeinschaft Bau- str. 2: 10 Uhr GD Kinderbetreuung

Evang.-Freikirchliche Gemeinde

Brüggstr. 5: 10 Uhr GD,Kinder-GD Freikirchl.-Evang. Gemeinde

Marienstr. 22-24: 10 Uhr GD (A) und Kinderbetreuung

Selbständige Evang.-Luth. Kirche

Pestalozzistr. 2: 9.30 Uhr GD; Montag: 10 Uhr GD (A), Pfr. i.R. Uecker

Neuapostolische Kirche Böhmkestraße 27/28: 9.30 Uhr GD

Kath. St. Joseph 10 Uhr So-Messe; 17 Uhr Rosenkranzandacht

Kath. Kirche St. Marien Gützkow

8.30 Uhr Sonntagsmesse

St. Nicolai Gützkow 10.30 Uhr GD; Montag: 10.30 Uhr GD (A)

Kirche Jesu Christi der Hl. d. letzten Tage Blumstr. 1: 10 Uhr (A)/Predigtversamml.; 11.10 Uhr getrennte Ev.-Kl. Männer/Frauen/Kids

Sybille Marx

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